Kraftfeld
Ident. Nr.: NG 3/23
ObjID: obj:3330484
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1959
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: KraftfeldÜbersetzung: Center of Dominance
- Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 145 x 110 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/3330484
Objektbeschreibung
Die gebürtige Ungarin studierte von 1941 bis 1946 an der Akademie der Schönen Künste in Budapest. 1946 reiste sie mit einem Stipendium der Ungarischen Akademie in Rom für zwei Jahre durch Italien, um 1948 schweren Herzens nach Ungarn zurückzukehren. Aufgrund der zunehmenden Repressionen durch den Stalinismus floh sie 1950 nach Paris. Ihre ersten figurativen, oftmals geheimnisvollen Gemälde stehen dem Surrealismus nahe. Um 1954 wandte sie sich verstärkt der Abstraktion zu. Reigl war beeindruckt von den dynamischen, abstrakten Werken der Franzosen Wols oder Georges Mathieu sowie von den amerikanischen Abstrakten Expressionisten, wie Jackson Pollock oder Willem de Kooning. Wie diese begriff auch Reigl die Malerei als einen körperlichen, impulsiven Prozess. Deutlich wird dies erstmals in ihren Serien „Ausbruch“ und „Kraftfeld“, die ab Mitte der 1950er-Jahre entstanden. In diesen Bildern trug die Künstlerin leuchtende, gesättigte Farben teilweise mit bloßen Händen in mehreren Schichten auf die Leinwand auf, um sie dann mit einer Kordel, einem Stück Metall oder einer gebogenen Klinge weiterzubearbeiten. Dabei legte sie die unterschiedlichen Farbebenen teilweise wieder frei. Die mit einem Spatel erzeugte kreisförmige, dynamische Struktur scheint nach innen zu streben und lässt an schwarze Löcher oder andere kosmische Phänomene denken. Es entsteht ein Eindruck von strudelnder, körperlicher Kraft und Energie. | Maike Steinkamp
Letzte Aktualisierung: 03.02.2026
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