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Schnurkelch "Gebirge" (Unikat)

Ident. Nr.: 2024,4

ObjID: obj:3586596

Details (Expert)

Beteiligte
Herstellung: Bärbel Thoelke (1938-),
Künstler*in
Datierung
Ausführung: 2013
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe: 25 cm
Durchmesser: 29 cm (oben)
Durchmesser: 8 cm (unten)

Objektbeschreibung

Kelchförmige Vase, unten schmal, nach oben hin weit ausladend, die Außenwandung mit reliefierten Graten strukturiert. Diese wurden durch das Aufbringen von Schnüren auf das Urmodell erzielt, die sich in der Negativform abdrückten - daher die Bezeichnung „Schnurkelch“. Der Dekor besteht aus gefärbten Porzellanmassen in Schwarz-, Grau-, Rot- und Grüntönen. Die Künstlerin hat die Farbmassen sukzessive in die Negativform eingegossen, geschwenkt und antrocknen lassen, so dass eine Intarsie aus Porzellan entstanden ist. Abschließend wurde von innen eine weiße Porzellanmasse eingegossen. Innen ist die Vase glasiert, außen zu einer samtigen Oberfläche poliert. Der Dekor ist abstrakt, mag aber auch Gebirgslandschaften assoziieren lassen, worauf die Titelgebung der Künstlerin abzielt. //
Die Zusammenarbeit mit den Schwarzburger Werkstätten ging auf die Initiative der Berliner „Galerie Arcanum“ (Andreas Schütte und Reiner Münchow) zurück: 2012/13 entstanden 12 Modelle von Gefäßen, darunter auch Schnurkelche, für deren Fertigung Thoelke in Rudolstadt mit den Porzellanmassen und Farbkörpern der Schwarzburger Werkstätten arbeitete. Von den Schnurkelchen wurden 9 Exemplare ausgeführt, wobei jedes Exemplar durch die komplizierte Intarsientechnik ein Unikat darstellt. //
Klare Formen und die Arbeit mit gefärbten Massen kennzeichnen das keramische Schaffen von Bärbel Thoelke. Dabei entwickelt sie eine Idee kontinuierlich weiter und legt zugleich eine große Experimentierfreude und größtes handwerkliches Geschick an den Tag. Im Bestand des Berliner Kunstgewerbemuseums befinden sich bereits etliche Arbeiten aus früheren Schaffensphasen von ihr. //
Claudia Kanowski

Letzte Aktualisierung: 01.04.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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