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Henkelvase mit Profilbildnissen

Ident. Nr.: F 2006 b

ObjID: obj:3853495

Details (Expert)

Datierung
Mitte 15. Jahrhundert
Geografische Bezüge
Material / Technik
Majolika mit Bemalung
Abmessungen
Höhe: 17,5 cm
Durchmesser: 11,2 cm (Mündung)
Erwerbung
Reichs- und Preußisches Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung

Objektbeschreibung

Vase, Fayence, bauchig, gegen das Fußende ohne Kehlung verjüngt, breite Mündung über kurzem Halse, zwei kurze und enganliegende vertikale Henkel. Auf cremefarbigem Grunde zwei Profilköpfe von nach Rechts gewandten Damen mit rundgekocktem Haar, das Costüm der Einen unterhalb des Halses mit ausstrahlenden Zacken, der Anderen mit einem Halbmond verziert, dazwischen tiefeingezackte Blätter in pastösem und feurigem Blau; die Umrisse und Verbindungslinien manganviolett.
Zettelkartei Slg. Figdor (F 2006 a vertauscht im Inventar)

Die Vase ist seit dem II. Weltkrieg verschollen.
MAKR

Letzte Aktualisierung: 25.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

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Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .