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Bildnis des Johann Nepomuk Vogl

Ident. Nr.: F 4901

ObjID: obj:3883114

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Therese Mirani (02.12.1824–24.05.1901),
Künstler*in
Datierung
1844
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 22,5 x 18 cm (ohne Rahmen)
Höhe x Breite: 28 x 23 cm (mit Rahmen)
Erwerbung
Reichs- und Preußisches Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung

Objektbeschreibung

Johann Nepomuk Vogl (1802-1866) wurde durch seine gemütvollen lyrischen Dichtungen bekannt, von denen einige als Volkslieder Verbreitung fanden ("Ein Wanderbursche mit dem Stab in der Hand"). Das Portrait zeigt Vogl als jungen Mann in Halbfigur, aufgestützt und offenbar an einer Brüstung lehnend. Ungewöhnlich ist die Ausführung als "gestickte Graphik" unter ausschließlicher Verwendung schwarzen Garnes. Laviert wurden Teile des Überrockes mit schwarzer Temperafarbe. Alles übrige ist gestickt mit Vor- oder Flachstichen, die Kanten mit Stielstichen in feiner und groberer Strichführung modellierend, schattierend und skizzierend.Die graphische Vorlage ist in einem Kupferstich zu sehen. Seine Umsetzung mit den Mitteln der Stickerei, dürfte die Arbeit einer Verehrerin gewesen sein, deren "Signatur" in Form eines kleinen Damenköpfchens sinnigerweise unterhalb eines Westenknopfes zu erkennen ist.
signiert und datiert Th. Mirani 1844
Eva Mühlbächer, Europäische Stickereien, Berlin 1995, Kat. Nr. 233
MAKR

Letzte Aktualisierung: 25.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

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Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .