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Hieratischer Papyrus mit verschiedenen Götterhymnen

Ident. Nr.: P 3049/B

ObjID: obj:3943186

Details (Expert)

Beteiligte
Carl Richard Lepsius (23.12.1810 - 10.7.1884),
Käufer*in
Weitere Titel
Sammlungstitel: Hieratischer Papyrus mit verschiedenen Götterhymnen
Übersetzung: Hieratic papyrus with different hymns on deities
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 26,2 x 38,9 cm

Objektbeschreibung

Dieser hieratische Papyrus enthält eine Sammlung von verschiedenen Hymnen an Götter.
Beim ersten erhaltenen Text handelt es sich um einen Auszug aus einem Hymnus an den Gott Ptah, welcher mit einer Fürbitte an Ramses IX., einen König der 20. Dynastie, endet. Teile dieses Hymnus sind mit Pap. Berlin P 3048 identisch, der vermutlich aus demselben Fund stammt.
Der folgende Text ist der mit Abstand ausführlichste auf diesem Papyrus, er besteht aus einem Hymnus an Amun-Re. Vermutlich handelt es sich um einen Kulthymus zur Rezitation im Tempelkult.
Es folgt ein kurzer Ausschnitt aus einem weiteren Hymnus, der einen Lobpreis des Ur- bzw. Schöpfergottes darstellt.
Der letzte Text dieser Spruchsammlung ist ein Dekret Thutmosis' III., eines Pharao der 18. Dynastie. Die Form entspricht der sog. Königsnovelle, während die konkreten Anordnungen des Herrschers nicht mehr erhalten sind.
J. Moje

Letzte Aktualisierung: 08.09.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).