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Evangelistensymbol des Markus (Löwe)

Ident. Nr.: F 4098 b

ObjID: obj:3944059

Details (Expert)

Datierung
16. Jahrhundert
Geografische Bezüge
Abmessungen
Durchmesser: 10 cm
Erwerbung
Reichs- und Preußisches Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung

Objektbeschreibung

Dieser Markus-Löwe könnte aus einer Folge der vier Evangelisten stammen, weit eher jedoch ist anzunehmen, daß er als einziges Symbol des heiligen Markus Verwendung fand (etwa als Schmuck eines Buchdeckels oder Kastens). Die Verbindung zu Venedig und seinem Schutzheiligen ist naheliegend. Für die italienische Provenienz spricht sowohl die Form des kleinen Reliefs als Tondo wie auch eine typische Farbgebung von ursprünglich dunkelviolettem Rot und Kupfergrün an den Flügeln neben einem metallisch-kühlen Goldton des Tierkörpers (vergoldete Silberfäden). Es sind Farben, die Fassungen italienischer Skulpturen des 16. Jahrhunderts auszeichneten.
aus E. Mühlbächer, Europäische Stickereien, Berlin 1995, Kat. 41

Spätere Recherchen haben ergeben, dass in der Sammlung des Kunstgewerbemuseums ein zweites Stück solch einer Reliefstickerei (Inv. Nr. F 4098 a) mit dem Symbol des Evangelisten Lucas existierte. Dieses Objekt ist seit dem II. Weltkrieg verschollen.
MAKR

Letzte Aktualisierung: 25.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .