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Palla mit Jesuskind und Umschrift

Ident. Nr.: F 1332 h

ObjID: obj:3949762

Details (Expert)

Datierung
nach 1550
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 17 x 16 cm
Erwerbung
Reichs- und Preußisches Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung

Objektbeschreibung

Miniaturhaft und sehr zart wirkende Stickerei auf quadratischem und ursprünglich von einer Kordel aus roten Fäden und Silberlahn umzogenem Feld. Auf Grund seines Motives und des inhaltlichen Bezuges zur Eucharistie wird sich dieser Teil der Stickerei an exponierter Stelle des Marienmantels befunden haben. Zwei symmetrisch geführte Ranken mit Blüten, Erdbeeren und Himbeeren (als Speise der Seligen und früh verstorbener Kinder) umschließen eine aufrechtstehende Nelke, die in ihrer Mitte ein Herz-Jesu-Bild trägt. In seltener Auffassung ist hier das liegende Kind in der Krippe dem blutenden Herzen mit der Inschridt JESU PUER einbezogen und so Geburt und Opfertod miteinander verbunden. Es sind Freude und Leid der Mutter Christi, die auf einem Marienmantel zur besonderen Aussage werden.
aus E. Mühlbächer, Europäische Stickereien, 1995, Kat. Nr. 42

Neuere Recherchen haben ergeben, dass es sich bei dem Stück nicht um das Fragment eines Marienmantels handelt, sondern um eine Palla.
MAKR

Letzte Aktualisierung: 25.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .