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Geleebecher mit Blumenmalerei und schlaufenförmigen Henkeln

Ident. Nr.: 1994,13 c

ObjID: obj:4212245

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Königliche Porzellanmanufaktur Berlin (KPM) (gegründet 1763)
Datierung
Ausführung: um 1930
Geografische Bezüge
Erwerbung
Seidel & Sohn, Berlin

Objektbeschreibung

Die drei glockenförmigen Becher mit flachen Schlaufengriffen (1994,13 a-c) sind auf Vorder- und Rückseite mit jeweils unterschiedlichen Blüten und Blättern bemalt, darunter Veilchen (a) und Kapuzinerkresse (c). Der Rand des hohen Tellerfußes, die Henkel und die Lippe sind vergoldet, ebenso der gotisierende Spitzbogenfries unterhalb der Lippe. Im Innern des Lippenrandes ist ein feiner "Würmelfries" eingraviert. Vergleichbare Geleebecher mit anderem Dekor finden sich u.a im Service für den Herzog von Wellington der KPM. Solche Becher dienten der Aufnahme von Gelees oder von Gefrorenem beim Dessertgang. Vgl. Samuel Wittwer: Raffinesse und Eleganz. Königliche Porzellane des frühen 19. Jahrhunderts aus der Twinight Collection New York, 2007, S. 394, Nr. 132 // ClKa

Letzte Aktualisierung: 26.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

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Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .