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Skarabäus mit einer Durchbohrung und einer nfr-Hieroglyphe im Ring auf der Rückseite

Ident. Nr.: ÄM 1295/02

ObjID: obj:590947

Details (Expert)

Beteiligte
Carl Richard Lepsius (23.12.1810 - 10.7.1884),
Expeditionsleiter*in
Datierung
Thutmosis III
Datierung engl.: Thutmose III
Weitere Titel
Sammlungstitel: Skarabäus mit einer Durchbohrung und einer nfr-Hieroglyphe im Ring auf der Rückseite
Übersetzung: Perforated scarab with a nfr hieroglyph on the backside
Geografische Bezüge
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 0,7 x 0,55 x 0,35 cm

Objektbeschreibung

In Saqqara fand Karl Richard Lepsius die Mumien zweier Frauen und eines Kindes während der Freilegung des Grabes Nr. 16 aus dem Alten Reich. Bei der Kindermumie handelt es sich um eine jüngere, sekundäre Bestattung aus dem frühen Neuen Reich. Der zusammen mit dem Kind gefundene Skarabäus zeigt auf der Siegelfläche die Hieroglyphe „nefer – gut“. Skarabäen wurden als Amulette benutzt und finden sich daher gelegentlich zwischen den Stoffbinden von Mumien: Sie dienten dem Schutz des Leichnams im Leben nach dem Tod.
(R. Kuhn)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).