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Große Lampe mit Henkel, Dekor in Gestalt von Punkten, Dreiecken sowie Blütenblättern

Ident. Nr.: ÄM 17704

ObjID: obj:592083

Details (Expert)

Beteiligte
Otto Rubensohn (24.11.1867 - 9.8.1964),
Grabungsleiter*in
Datierung
Römische Kaiserzeit
Geografische Bezüge
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 12,4 x 8,4 x 6 cm

Objektbeschreibung

Die Öllampe aus rotbemaltem Nilton stammt aus einer Grabung des Ägyptologen Otto Rubensohn (1867-1964) bei El-Eschmunên (Hermopolis Magna) aus den Jahren 1905-6. Das Objekt wurde 1906 im Zuge der Fundteilung an das Ägyptische Museum und Papyrussammlung übergeben. Neben einem Palmettenmotiv am Ausguss, befinden sich dreieckige Unterteilungen auf beiden Schulteroberseiten. Sie sind mit halbplastisch ausgearbeiteten Punkten ausgefüllt, die eventuell Weinbeeren darstellen. Bei dem Objekt handelt es sich um Massenware, die Teilweise in wiederverwendbaren Formen hergestellt wurde. Ein Riss am Gefäßausguss muss bereits vor oder während des Brandes entstanden sein. Das Stück ist in sehr gutem Zustand.
(Anke Weber)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).