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Herzskarabäus des Taya mit reliefierten Darstellungen auf dem Rücken

Ident. Nr.: ÄM 3455

ObjID: obj:594475

Details (Expert)

Datierung
19.–20. Dynastie
Datierung engl.: 19th–20th Dynasty
Weitere Titel
Sammlungstitel: Herzskarabäus des Taya mit reliefierten Darstellungen auf dem Rücken
Übersetzung: Heart scarab of Taya
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 3,3 x 5,9 x 7,7 cm

Objektbeschreibung

Eine sehr ausführliche Version des Totenbuchspruchs 30b befindet sich auf der ovalen Basis des Herzskarabäus des Taya. Bei diesem sticht die fein eingeritzte Dekoration auf dem Rücken ins Auge: Die Inschrift auf der rechten Flügeldecke bedeutet so viel wie „sich verwandeln“ und bezieht sich auf den Wunsch des Verstorbenen, nach dem Tod die Gestalt eines Phönix anzunehmen, der auf der linken Flügelseite abgebildet ist. Wie kein anderer Vogel symbolisiert der Phönix den Kreislauf von Tod und Wiedergeburt: Zunächst entsteht er beim Tod und steigt als Ba des Osiris in den Himmel empor, schließlich verkörpert er als Manifestation des Atum und des Re die nächtliche Gestalt des Sonnengottes bei seinem Eintritt in die Unterwelt, wie auch die morgendliche Erscheinung bei seinem Aufgang.
(S. Töpfer)

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).