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Gemme mit Darstellung der Götter Gabriel-Sabaoth und Anubis

Ident. Nr.: ÄM 9850

ObjID: obj:594953

Details (Expert)

Beteiligte
Antiquarium, Königliche Museen zu Berlin (1830 - 1918),
Vorbesitzer*in
Datierung
Historische Datierung: 2.–3. Jh. n. Chr.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 3,1 x 2,2 x 0,62 cm

Objektbeschreibung

Auf der Gemme aus grünem Jaspis ist auf einer Seite eine männliche Gottheit abgebildet, bekleidet mit einem gefalteten Schurz, der an den ägyptischen Schendjt erinnert. Vor sich hält sie einen langen Speer, um dessen Stab sich eine Schlange mit geöffnetem Maul windet, und vermutlich einen Kranz mit einem Band. Bei dem Kopfschmuck konnte es sich um ein verfremdetes Abbild einer altägyptischen Krone mit Federn, Uraeus und Kronenband handeln. Hinter der Figur steht in senkrechter Folge ΓΑΒΡΙΗΡ ΣΑΒΑΩ, was als „Gabriel – Sabaoth“ zu lesen ist. Die andere Seite zeigt den Gott Anubis in einer kurzen, gegurteten Tunika und mit hohen Stiefeln. Er trägt zwei Zweige in seiner Rechten und einen Palmzweig in seiner Linken. Palmen implizierten neben einer allgemeinen Siegessymbolik einen Bezug zu den Jenseitsgefilden. Auf beiden Seiten sind die Zwischenräume mit einzelnen Zeichen sowie Sternen ausgefüllt.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).