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Modell einer Beilklinge mit Rest des Schaftes (Gründungsbeigabe)

Ident. Nr.: ÄM 20460

ObjID: obj:597878

Details (Expert)

Beteiligte
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938)
Datierung
Hatschepsut (Königin)
Datierung engl.: Hatshepsut
Weitere Titel
Sammlungstitel: Modell einer Beilklinge mit Rest des Schaftes (Gründungsbeigabe)
Übersetzung: Axe blade (Foundation deposit)
Geografische Bezüge
Material / Technik
Bronze (Material / Metall), Holz
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 13,7 x 9,3 x 1,8 cm

Objektbeschreibung

In Ägypten war das Errichten von Gebäuden immer von Riten und Feierlichkeiten begleitet. Am Beginn dieser Zeremonie wurde der Platz mit Schnüren markiert und es erfolgte eine Art Grundsteinlegung, wie wir sie noch heute pflegen.
Archäologisch lassen sich von diesen Riten die sogenannten Gründungsgruben nachweisen. Diese Gruben waren unter den Mauern und Ecken von Tempeln angelegt. In ihnen lagen u. a. Gefäße, Werkzeuge und Baumaterialien in Miniaturformat und Knochen sowie Schädel von Opfertieren. Bei diesem Beil handelt es sich ebenfalls um ein Werkzeug, das jedoch in anderen Zusammenhängen als Waffe verwendet wurde.
Auf der Klinge befindet sich eine Inschrift, in der es heißt: „Guter Gott, Hatschepsut, geliebt von Amun, dem Ersten in Djeser-Djeseru [dem Tempel in Deir el-Bahari].“ Der zur Beilklinge zugehörige Stiel hat sich nur in Teilen erhalten.
Nach: Geheimnisvolle Königin Hatschepsut. Ägyptische Kunst des 15. Jahrhunderts v. Chr., hrsg. v. Aksamit, Joanna und Wolniak, Izabela, Warschau 1997, S. 125-127 (J. Lipińska).

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).