Logo

Terrakotte einer Musikantengruppe mit Becken, Flöten und Klappern

Ident. Nr.: ÄM 8798

ObjID: obj:601446

Details (Expert)

Datierung
1.–2. Jh. n. Chr.
Datierung engl.: 1st–2nd century AD
Weitere Titel
Sammlungstitel: Terrakotte einer Musikantengruppe mit Becken, Flöten und Klappern
Übersetzung: Terracotta statue of a musician with cymbal, flute and clapper
Geografische Bezüge
Material / Technik
Ton, gebrannt (Material)
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 16,7 x 10,5 x 8 cm

Objektbeschreibung

Der Hauptakteur dieser Musikantengruppe ist ein grotesk wirkender Mann mit Kappe und schlecht sitzendem Gewand. Sein separat gearbeiteter übergroßer Phallus fehlt heute. Ungewöhnlich ist das Instrument, eine Kombination aus Sackpfeife und Panflöte. Eine kleine Person schlägt zwei Becken und bläst gleichzeitig durch ein Rohr die Luft in den Sack, der vermutlich mit der Panflöte verbunden ist. Es sind zwar weitere Beispiele dieser Art bekannt, die exakte Spielweise bleibt aber unklar.
(O. Zorn)

Letzte Aktualisierung: 13.05.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).