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Terrakotte in Gestalt des Gottes Horus als Reiter mit Lanze

Ident. Nr.: ÄM 9685

ObjID: obj:601781

Details (Expert)

Datierung
4. Jh.
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 26,2 x 18 x 6,8 cm

Objektbeschreibung

Die einzigartige Terrakotte zeigt den falkenköpfigen Gott, auf einem aufgezäumten Pferd reitend. Horus, fast frontal zum Betrachter gedreht, ist mit dem ägyptischen Königsschurz, darüber einer Tunika und einem Mantel bekleidet. Auf dem Scheitel trägt er die Doppelkrone, sein Haar umrahmt in dicken Strähnen das Gesicht. Er sticht mit weitausholender Geste auf einen hier nicht dargestellten Feind ein. Der Feind des Horus war der Gott Seth, der womöglich in einer seiner Gestalten als Tier oder Mensch zu ergänzen ist. Bekannt sind vergleichbare Horus-Darstellungen vor allem aus dem Tempel des Gottes in Edfu, aber auch aus anderen Regionen Ägyptens. Die Krone weist ihn als Herrscher der beiden Landesteile aus – wie jeden amtierenden Pharao. Daher sind Bilder dieser Art auch Teil der königlichen Thronfolge.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).