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Figur der Göttin Bastet in Gestalt einer sitzenden Katze

Ident. Nr.: ÄM 11385

ObjID: obj:606546

Details (Expert)

Datierung
Historische Datierung: Nekow II. (Necho II.)
Weitere Titel
Sammlungstitel: Figur der Göttin Bastet in Gestalt einer sitzenden Katze
Übersetzung: Figure of the goddess Bastet in shape of a seated cat
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 22,5 x 8,7 x 17 cm

Objektbeschreibung

Unter den zahllosen Katzenbronzen aus Ägypten ist diese Figur womöglich eine der Schönsten. Sie zeigt eine sitzende Katze in aufmerksam beobachtender Haltung. Besondere Strahlkraft und Lebendigkeit verleihen ihr die Augen, deren Augäpfel bis auf die Pupillen weiß übermalt wurden. Um den Hals trägt sie eine dreireihige Kette an der im Brustbereich eine weitere mit einem Anhänger in Gestalt eines Udjat-Auges befestigt ist. Auf dem Scheitel des Kopfes ist zudem ein Skarabäus eingraviert. Die Löcher in den Ohren bezeugen ehemals vorhandenen Schmuck. Mit dem Kauf der Statuette in Mailand wurden goldene Ohrringe erworben, bei denen es sich jedoch um moderne Exemplare gehandelt hat.
Zweifellos handelt es sich bei dieser Figur um die Darstellung der Göttin Bastet. Sie wurde sicherlich als Weihgeschenk in einen Tempel in ihrem religiösen Zentrum im östlichen Nildelta, dem heutigen Tell Basta, gestiftet.
(J. Helmbold-Doyé)

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Koptischer Papyrus mit einer gnostischen Sammelhandschrift (Evangelium nach Maria; Apokryphon nach Johannes; Sophia Jesu Christi; Acta Pauli)

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Der einzigartige so genannte Berliner koptisch-gnostische Papyruskodex umfasst 141 Blätter und zeugt von den Auseinandersetzungen der verschiedenen Glaubensrichtungen der Zeit. Er enthält aus dem späten 4. Jahrhundert nach Christus mehrere apokryphe, das heißt nicht in den späteren biblischen Kanon aufgenommene Evangelien-Texte - so etwa das Apokryphon des Johannes, die Sophia Jesu Christi oder die Praxis des Petrus. Zusätzlich birgt dieser Kodex das Evangelium einer Frau, der Maria Magdalena. Die späteste Entwicklungsform der ägyptischen Sprache ist das Koptische, das mit griechischen Buchstaben und einigen ägyptischen Zusatzzeichen geschrieben wurde. Seit den ersten nachchristlichen Jahrhunderten wurde es in verschiedenen Dialekten gesprochen. Die Koptische Sprache wurde von den Christen Ägyptens verwendet und ist bis heute die Liturgiesprache der koptischen Kirche.Dieses Konvolut besteht aus 65 erhaltenen Blättern eines koptisch (sahidisch-subachuminisch) geschriebenen Papyrus-Codex, von Blatt 12 (= S. 23) an vollständig erhalten ist. Angeblich wurde der Codex in einer Mauerlücke gefunden. Aufgrund des Ankaufs bei einem Antiquitätenhändler in Achmin ist ein Fund vor Ort sehr wahrscheinlich. Es handelt sich um eine gnostische Sammelhandschrift mit drei Traktaten gnostisch-christlichen Inhalts, sowie Auszügen aus den Acta Petrie.1. Evangelium nach Maria Magdalena: Antworten auf Fragen nach dem Schicksal der Materia und dem Wesen der Sünde. Maria Magdalena spricht den Jüngern Mut zu. Dann berichtet sie über Offenbarungen die nur ihr mitgeteilt wurden. Maria Magdalena erscheint hier als Mittlerin und Verkünderin der gnostischen Lehre.2. Das Apokryphon des Johannes: Soll auf zwei große Fragen Antwort geben: wie ist das Böse in die Welt gekommen und wie kann sich der Mensch davon befreien? Erschaffungsgeschichte der Welt, des Paradieses und Adam, Sintflut.3. Sophia Jesu Christi: Die 12 Jünger und 7 Frauen sind auf einem Hügel in Galiläa versammelt. Christus erscheint und beantwortet Fragen.4. Auszüge aus den Acta Petri.V. Lepper

Hieroglyphischer Papyrus, Totenbuch des königlichen Schreibers Nacht-Amun

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