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Anonymes Uschebti (gleiches Model wie ÄM 8620)

Ident. Nr.: ÄM 8621

ObjID: obj:762429

Details (Expert)

Weitere Titel
Sammlungstitel: Anonymes Uschebti (gleiches Model wie ÄM 8620)
Übersetzung: Anonymous shabti
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 7,5 x 2,1 x 1,3 cm

Objektbeschreibung

Als "Schabtis", ab dem 1. Jtsd. v. Chr. "Uschebtis", bezeichneten die antiken Ägypter kleine, meist mumienförmige Statuetten, die als Grabbeigaben dienten. Zuerst als Abbild des Verstorbenen intendiert, sollten sie später anstelle ihres verstorbenen Besitzers dessen zu leistende Arbeiten im Jenseits ausführen.
Mumienförmig. Dreiteilige Perücke mit dünnen Brustlappen. Kurzer, glatter Götterbart. Keine Ohren. Gesicht eckig, breite Augen mit lang ausgezogenen Schminkstrichen. Schmaler, dicklippiger Mund. Hände vor der Brust verschränkt aus der Umhüllung ragend, halten grob und ungeübt eingravierte Hacke, Grabstock sowie Schnur des Samensäckchens. Auf Rückseite Säckchen in Form eines nb-Korbes mit schräger Innenschraffur und doppelter Schnur. Rückenpfeiler nur durch abgeschrägte Kante angedeutet. Perückenbereich gegenüber dem restlichen Körper ungewöhnlicherweise vertieft, nicht erhaben. Fußpartie extrem kurz und im 45°-Winkel nach vorne ragend. Quadratische und flache Basis. Keine In- oder Aufschriften. Glasur heute fast vollständig verloren.
J. Moje

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).