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Eiförmiges Gefäß mit drei aufgemalten Gesichtern im Schulterbereich

Ident. Nr.: ÄM 20936

ObjID: obj:767048

Details (Expert)

Beteiligte
Francis Llewellyn Griffith (27.5.1862 - 14.3.1934),
Grabungsleiter*in
Datierung
Meroitisch bis Post-Meroitisch
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 36 x 21 cm

Objektbeschreibung

Das hohe, eiförmige Gefäß hat eine breite Öffnung mit einem geraden, hohen Hals und endet in einem spitz zulaufenden Boden. Im unteren Drittel des Bauches sind leicht eingedrückte Striemen erkennbar, welche aus der Herstellung auf einer schnell drehenden Töpferscheibe resultieren. Dekorative Elemente sind lediglich im Schulterbereich vorhanden. Zwischen jeweils zwei dünn aufgetragenen horizontalen Linien sind drei Gesichter dargestellt. Besonders hervorgehoben sind die großen, schmalen Augen sowie die langen, spitzen Ohren. Mit roter Farbe wurden die Wangen und Ohren des Wesens betont, der Stirnbereich und Hals mit flüchtigen dicken Strichen. Am unteren Ende der Ohren verläuft jeweils eine geschwungene Linie halbkreisförmig hinab bis sie schließlich in einer angedeuteten Schlaufe endet.
Diese Darstellungen sind ein typisches Motiv für den Norden Nubiens, die keine Parallelen im römischen Ägypten haben. Oftmals werden sie als Dämonen angesprochen, die, en face dargestellt, eine schützende Wirkung erzielen sollten.
(N. Overesch)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).