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Birnenförmiger Keulenkopf

Ident. Nr.: ÄM 12919

ObjID: obj:768829

Details (Expert)

Beteiligte
Flinders Petrie (3.6.1853 - 28.7.1942),
Grabungsleiter*in
Henry Martyn Kennard (17.2.1833 - 3.8.1911),
Mäzen*atin
Datierung
Negade II
Datierung engl.: Predynastic Period, Naqada II
Weitere Titel
Sammlungstitel: Birnenförmiger Keulenkopf
Übersetzung: Pear-shaped mace head
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 5,7 x 5,7 cm

Objektbeschreibung

Die Keule spielt für die Herrschaftsikonografie seit Anbeginn der ägyptischen Geschichte eine wichtige Rolle. Bereits im 4. Jtsd. v. Chr. kommt das Bild des Herrschers mit einer Keule in der erhobenen Hand auf, der einen vor ihm Knienden niederschlägt. Die Szene ist zum charakteristischen Emblem der Ikonografie der Feindvernichtung geworden und findet bis in die griechisch-römische Zeit Verwendung. Die Keule selbst ist in den Gräbern und Tempeldepots vorwiegend nur noch in Form des Keulenkopfes – zumeist aus Stein gearbeitet – erhalten. Gibt es zu Beginn der ägyptischen Geschichte eine große Fülle unterschiedlicher Formenvarianten, setzt sich am Übergang vom 4. zum 3. Jtsd. v. Chr. der sogenannte Birnenkeulenkopf durch, der bis in die römische Zeit erhalten bleibt. Neben den möglicherweise im Kriegsfall als Waffen verwendeten Keulen lassen sich bereits für die formative Phase sowohl Miniaturformen als auch monumentale Keulenköpfe nachweisen. Dabei weisen die monumentalen Keulenköpfe nicht selten Reliefs auf und können somit als Ritualgegenstände bzw. Prunkwaffen angesprochen werden, die als Statussymbole fungiert haben dürften.
(R. Kuhn)

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).