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Hieratisches Ostrakon mit einem Auszug aus der Lehre des Cheti und aus der Lehre eines Mannes für seinen Sohn

Ident. Nr.: P 11288

ObjID: obj:823538

Details (Expert)

Beteiligte
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Käufer*in
Datierung
19. Dynastie
Weitere Titel
Sammlungstitel: Hieratisches Ostrakon mit einem Auszug aus der Lehre des Cheti und aus der Lehre eines Mannes für seinen Sohn
Übersetzung: Hieratic ostracon with an excerpt from the Teaching of Khety and from the Teaching of a Man for his Son
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 12 x 22 x 3,5 cm

Objektbeschreibung

Dieses Ostrakon enthält einen hieratisch geschriebenen Auszug aus der "Lehre des Cheti". Jene Lebenslehre enstand in der 12. Dynastie und wird quellensprachig einem Mann namens Cheti zugeschrieben, der aber nicht zwingend eine reale Person gewesen sein muss. Vom Vater (Lehrer) für den Sohn (Schüler) verfasst, beschreibt der Verfasser verschiedene Berufe und stellt sie als gefährlich oder unangenehm vor. Als Gegensatz dazu wird der Beruf des Schreibers besonders positiv hervorgehoben und als erstrebenswert dargestellt. Dazu gesellen sich noch allgemeine Regeln für adäquates Verhalten gegenüber anderen Personen. Diese Lehre war auch noch im Neuen Reich weithin bekannt und wurde vielfach auszugsweise in der Schreiberausbildung verwendet. Aus diesem Kontext dürfte auch das vorliegende Objekt stammen.
Auf der anderen Seite findet sich ein Auszug aus einer anderen Lehre, derjenigen eines Mannes für seinen Sohn.
V. Lepper / J. Moje

Letzte Aktualisierung: 25.08.2025

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).