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Hieratischer Papyrus mit Auszügen aus einem medizinischen Handbuch

Ident. Nr.: P 3038/I

ObjID: obj:834709

Details (Expert)

Weitere Titel
Sammlungstitel: Hieratischer Papyrus mit Auszügen aus einem medizinischen Handbuch
Übersetzung: Hieratic papyrus with parts of a medical handbook
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Breite: 20,4 x 124 cm (I-L)

Objektbeschreibung

Teil eines medizinischen Handbuchs. Das Handbuch besteht aus mehreren, nicht systematisch geordneten Traktaten. Dabei sind Rezepte gegen Darmparasiten, Erkrankungen der weiblichen Brust, Hämaturie, Husten etc. zu finden. Der Papyrus datiert in die 19. Dynastie des Neuen Reiches und stammt aus Saqqara. Die Rezeptüberschriften sind in roter Tinte (Rubra) geschrieben.
V. Lepper

Letzte Aktualisierung: 03.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).