Logo

Turbomuschel-Kanne

Ident. Nr.: Hz 1203

ObjID: obj:858323

Details (Expert)

Datierung
19. Jahrhundert (?)
Material / Technik
Silber, vergoldet; Turbomuschel
Abmessungen
Höhe: 28 cm

Objektbeschreibung

Aufwändig gestaltetes Schaugefäß in den Formen des ausgehenden 16. Jahrhunderts, dessen Entstehung im 19. Jahrhundert vermutet wird. Als Kannenkörper ist eine Turbomuschel verwendet, gefaßt in reicher, silbervergoldeter Treibarbeit mit Medaillons und Maskarons. Das Gefäß steht auf einem runden, gewölbten Fuß und besitz eine breite, gewölbte Schulter und einen weit ausladenden, mit einer phantastischen Maske zwischen Rollwerk geschmückten Ausguß. Der geschwungene Henkel ist mit einer weiblichen Herme belegt, der obere Henkelansatz wird von einem halbfigurigen Löwen gehalten. Der Gefäßkörper durch vier Bügel gefasst, auf dem vorderen Bügelansatz befindet sich im ovalen Rahmen ein ungedeutetes emailliertes Allianzwappen mit den Initialen BA und DM.

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .