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Flacher Teller mit Auferstehung Christi

Ident. Nr.: M 3190

ObjID: obj:882596

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Hans Spatz II (1604 - 8.10.1670),
Zinngießer*in
Ausführung: Zacharias Spatz (1637 - 1.11.1713),
Zinngießer*in
Datierung
1661 - 1713
Material / Technik
Zinn, gegossen
Abmessungen
Durchmesser: 19,1 cm

Objektbeschreibung

Teller mit Verzierung in Reliefguss. In der Mitte, eingefasst von einem schmalen Blattsatab, die Auferstehung Christi. Auf dem Rand, getrennt durch geflügelte Engelsköpfchen, Voluten und Blattornamente auf gekörntem Grund, zwölf hochovale Felder, darin Engel mit den Leidensattributen. An der äusseren Randkante ein schmaler Blattstab. Abuss des Modells Hintze II, Nr. 257 c von Hans Spatz II. (Hintze II, Nr. 312 b)

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .