Logo

Vase mit Alpenveilchen

Ident. Nr.: O-1978,13

ObjID: obj:886369

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Vereinigte Lausitzer Glaswerke AG (1889),
Glashütte
Datierung
Ausführung: 1918 - 1929
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe: 25,2 cm

Objektbeschreibung

Auf rundem Stand nach oben anschwellender, zum kurzen Hals mit schwach eingezogener Mündung allmählich wieder verjüngter Gefäßkörper. Ausgeätztes, innen und außen mattiertes Grundglas. Dekor: aus umlaufendem Blattgrund über dem Stand aufsteigende Alpenveilchen mit Blüten, Knospen und Blättern, reliefiert matt geätzt.
Sign.: auf der Wandung reliefiert geätzt "Arsall", unter dem Boden graviert 3755.
Wolfgang Hennig, Arsall, KGM Berlin, 1985, Kat. Nr. 3
MAKR

Letzte Aktualisierung: 21.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Bildnis Gustav Adolf von Schweden

Bildnis Gustav Adolf von Schweden

Eine der seltenen signierten und datierten Lederarbeiten. ("Servatius Cocus fecit 1632") Das Portrait wurde offenbar dem Gedenken des Schwedenkönigs gewidmet. Lorbeerkranz und -zweig verweisen ebenso auf Ruhm und Ehre des 1632 Gefallenen, wie ihn die Inschriften als "Restaurator Libertatis Germanica" preisen. Das Rahmenwerk um das Oval des Bildes ist in den typischen Ornamentformen des frühen 17. Jahrhunderts gehalten. Dem weichen Knorpelwerk sind Teile des schwedischen Wappens und Embleme für Krieg und Frieden einbezogen. Dieses Bildnis des Königs geht auf einen Kupferstich Willem Jacobsz van Delft zurück, in Leder wurde es von Servatius Kock ausgeführt, der als Kupferstecher in Leiden, später auch in Kopenhagen tätig war. Die nachträgliche sehr feine grafische Überarbeitung des gepreßten Bildes läßt die Handschrift des Stechers und Graveurs erkennen. Neben dem Berliner Bild sind weitere Exemplare in Mainz, Homburg, Stockholm, Göteborg und Gripsholm erhalten, die sich lediglich durch ihre farblichen Fassungen unterscheiden. Hier wurde das Gesicht naturalistisch mit Tempera und Öllasuren gemalt, während sich die umgebenden Partien - Gewand, Hintergrund und Rahmung - durch einen satten Goldton des gefärbten Lackes über der Silberschicht auszeichnen.Die Vervielfältigung dieses Bildnisses aus Leder - ehemals gewiss in noch größerer Anzahl vorhanden - ist der Popularität des verehrungswürdigen Herrschers und Feldherrn zuzuschreiben. Es wäre denkbar, dass das leichte und somit gut zu transportierende "Gemälde" besonders geeignet war, um auf den weiteren Unternehmungen des protestantischen Heeres mitgeführt zu werden.E. Mühlbächer, Europäische Lederarbeiten, Berlin 1988, Kat. Nr. 77

Konfektschale auf drei Schildhaltern mit Hirsch im Gehege aus dem Lüneburger Ratssilber

Konfektschale auf drei Schildhaltern mit Hirsch im Gehege aus dem Lüneburger Ratssilber

Fußgestell, Zinnenring (an der Schale) und Figuren gegossen. Fußgestell außen, Schilde, Schalenrand, Fond, Kranz, Sockelmitte mit Zaun und Hirsch vergoldet, der Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails. Tragefiguren durch einen Zinnenring verbunden, der an eine Manschette gelötet ist. Auf dieser sitzt die Schale, gehalten von einem Zungenkranz. - Eine Frucht im aufgelegten Blattkranz der Schale und Geweih des Hirsches verloren.Das Gerät lehnt sich im Aufbau an die Evangelisten- und die Kirchenväterschale (Inv. Nr. 1874, 394 und 1874, 393) an. Die tragenden Schildhalter sind nach einem Modell gegossen. Im Fond der tiefen Schale getriebenes Geäst mit Blättern und Früchten (Feigen?). Im Zentrum ein Hügel mit liegendem Hirsch, umgeben von einem Flechtzaun mit überdachtem Tor und Vorhängeschloß. Aufgelegt ein Kranz aus Blättern und Früchten und vier Wappen.Eines der Wappen dürfte das des Besitzers sein, des Ratsherren Johannes junior von dem Lohe, der 1468 Sülfmeister und 1480 Kämmerer wurde (gest. 1482). Das zweite Wappen von dem Lohe verweist im Verein mit dem der Godenstede auf die Eltern, Johannes von dem Lohe (gest. 1471) und dessen erste Frau Gesche von Godenstede, das vierte Wappen ist das der Großmutter mütterlicherseits Tibbecke von Töbing, die seit 1466 Witwe war. Wie die Kämmereirechnungen verzeichnen, kam die Schale 1482 aus dem Nachlaß des Johannes von dem Lohe auf das Rathaus: "Hr. Johan vam lo 129m 9s hyrto noch syne beste suluere schale de quam vpp dat Radthus vnd wogh." Kurz wird sie im Inventar von 1555/56 erwähnt: "Ein grote sulueren schale her Johan van Loess."