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Ausgießung des Heiligen Geistes auf Gläubige und Ungläubige

Ident. Nr.: 1891,168

ObjID: obj:887097

Details (Expert)

Beteiligte
zugeschrieben: Jean Fouquet (um 1420 - 1481),
Maler*in
Datierung
2. Hälfte 15. Jahrhundert
Geografische Bezüge
Abmessungen
Durchmesser: 9 cm (das Email selbst 7,5 cm)

Objektbeschreibung

Zuletzt dokumentiert im Berliner Schloß. Rundes Medaillon, in vergoldetem Astwerkrahmen mit Öse. Ohne Contre-Email (Marquet de Vasselot S. 145, Anm. 2, Maßangabe: 7,5 cm). Dargestellt ist, nach Auslegung von Marquet de Vasselot, die Ausgießung des Heiligen Geistes auf Christen und Heiden: Unter einem Strahlenkranz stehen links ältere bärtige Männer mit turbanartigen Kopfbedeckungen, die Hände in Redegesten, rechts junge Menschen, barhäuptig, die Hände betend vor der Brust, alle in langen Gewändern. Das Medaillon wurde von Marquet de Vasselot erstmals Fouquet zugeschrieben und eine Provenienz aus dem Rahmen des Diptychons von Melun vorgeschlagen. 1932 war es auf der großen Londoner Ausstellung French Art 1200-1900 zu sehen. Es stammt laut Inventareintrag aus der Sammlung von Isaac Falcke, die der Minenbesitzer Alfred Beit 1891 durch die Vermittlung Wilhelm von Bodes in Teilen erworben hatte (nach Angaben von Michael Stevenson, Cape Town, sind Bodes Angaben hierüber in seinem Katalog der Sammlung Beit von 1904 fehlerhaft). Das Stück gelangte über die Minenfirma von Wernher Beit & Co. in das Kunstgewerbemuseum, womöglich war es eines der Kunstwerke, die Bode gelegentlich statt Bezahlung für seine Dienste erhielt.
aus Susanne Netzer, Maleremails aus Limoges, Der Bestand des Berliner Kunstgewerbemuseums, 1999, Kat. Nr. 64*

Das Stück ist seit dem II. Weltkrieg verschiollen.
MAKR

Letzte Aktualisierung: 18.05.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Ausfall aus einer belagerten Stadt

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