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kleine Sechskantflasche

Ident. Nr.: K 1152

ObjID: obj:887701

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Potsdamer Glashütte (1674–1736),
Glashütte
Datierung
Ausführung: 1680-1710
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 6,6 x 3,8 cm
Länge: 2,2 cm (Kanten)

Objektbeschreibung

Kleine Fasche aus Goldrubinglas mit sechs, etwas unregelmäßigen Kanten, der Boden und die vier Seiten sowie die flache Schulter plangeschliffen, montierter Schraubverschluss mit Ring wohl aus Zinn, nicht gemarkt. Er ist sehr eng, lässt sich nicht mehr öffnen und zeigt am Rand Grünspan. Sechskantflaschen dienten zur Aufbewahrung von medizinischen und kosmetischen Tinkturen oder auch raren Gewürzen. Sie konnten bei Reisen in Holzkästen senkrecht angeordnet platzsparend mitgenommen werden. Nur wenige Vergleichsstücke aus Rubinglas sind dokumentiert (vgl. Kerssenbrock-Krosigk, Rubinglas, 2001, Kat. 336–343, S. 234, 235). Die brandenburgische Hofglashütte stellte derartige Flaschen bereits unter der Leitung von Johann Kunckel (um 1635–1703) her und produzierte sie wohl auch nach seinem Weggang 1692 weiterhin. Diese Flasche stammt aus der Königlichen Kunstkammer, Berlin. Daher ist die Annahme naheliegend, dass es sich dabei um ein Potsdamer Erzeugnis handelt. [Verena Wasmuth]
MAKR

Letzte Aktualisierung: 29.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

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Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .