Pokal mit Grenadieren
Ident. Nr.: O-1983,136
ObjID: obj:887764
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deFotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
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Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Ausführung: um 1715
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Glas in Hilfsmodel geblasen, geformt, geschliffen, geschnitten
- Abmessungen
- Höhe x Durchmesser: 18,7 x 10,7 cmDurchmesser: 8,9 cm (Mündung)Wandungsstärke: 0,25 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/887764
Objektbeschreibung
Pokal aus farblosem, leicht gelbstichigem Glas, Abriss am Boden,
breiter, leicht ansteigender Fuß mit einem versenkten Spitzblattfries,
der Balusterschaft über einem kleinen Nodus hat eine eingestochene
Luftblase, darüber eine Trommelscheibe, diese sowie der Nodus sind mit
einem Kranz aus mattierten Kugeln verziert. Der Baluster, wie auch der
Ansatz der becherförmigen Kuppa wiederholt den Spitzblattfries vom Fuß.
Die Kuppa ist dreiseitig mit je einer tiefgeschnittenen Grenadierfigur
auf einem umlaufenden Landschaftssockel dekoriert, auf dem Kopf eine
Grenadiermütze mit dem Monogramm "FR" (Fridericus Rex): Einer macht sich
bereit, das geschulterte Gewehr zu laden, einer präsentiert das Gewehr
und einer legt es zum Schuß an. Den verwärmten Mündungsrand ziert ein
polierter Fries aus eng gesetzten, großen Kugelungen. Das Glas ist
fortgeschritten krank.
Mit dem Regierungsantritt König Friedrich Wilhelms I. (1688–1740)
mehrten sich ab 1713 militärische Motive auf Potsdamer Gläsern. Die
Darstellung ganzfiguriger Grenadiere in ähnlich freistehender Manier
sind auf weiteren Beispielen dokumentiert, mitunter mit Ornamenten oder
einer Inschrift (Götzmann/Kaiser, Gläserne Welten, 2017, Kat. 67–69, S.
134–136; Berckenhagen, Berliner und märkische Gläser, 1957, Abb. 12;
Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 20.2+3, 29.2). Aus
derartigen Gläsern wurde sicherlich auf das Wohl des auch als
"Soldatenkönig" bezeichneten brandenburgisch-preußischen Regenten
getrunken. [Verena Wasmuth]
MAKR
Letzte Aktualisierung: 06.07.2026
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kgm@smb.spk-berlin.de