Kelchglas mit Chronos und Fortuna
Ident. Nr.: O-1990,46
ObjID: obj:887802
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deFotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
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Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Ausführung: 1730-1745
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Glas in Hilfsmodel geblasen, geformt, geschliffen, geschnitten
- Abmessungen
- Höhe x Durchmesser: 15,6 x 9 cmDurchmesser: 8,5 cm (Mündung)Wandungsstärke: 0,4 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/887802
Objektbeschreibung
Trichterförmiger Pokal bzw. Spitzkelch aus dickwandigem, farblosem Glas.
Flache Fußscheibe, Fuß- und Schaftteil mit einem vertieften und
polierten Rundbogenfries dekoriert, der im Wechsel mit stehenden
Bogenfacetten einen schuppenähnlichen Effekt am Schaft bildet
("Muscheln"). Auf der Kuppawandung die tiefgeschnittene Darstellung des
an einem Baum lagernden Chronos, die Personifikation der Zeit, als
geflügelter, alter Mann mit Sichel, in der ausgestreckten Rechten eine
Kugel, auf der Fortuna, die Personifikation des Schicksals bzw. Glücks,
zu tanzen scheint und eine lange Fahne trägt. Darüber die Inschrift:
Zeit und glück hat seine Tück. Den verwärmten Mündungsrand ziert ein
geblänkter Kugelfries. Das Glas ist fortgeschritten krank.
Der Form nach datiert der Pokal in die Zeit 1730 bis 1745, könnte
demnach entweder noch aus der Potsdamer Glashütte stammen, die bis 1736
aktiv war, oder aber bereits aus der Nachfolgerin als
brandenburgisch-preußische Hofglashütte in Zechlin, die 1737 die Arbeit
aufnahm. Beide Hütten beschäftigten nacheinander dieselben
Glasmachermeister und -veredler. Ein nahezu identisches Glas mit
demselben Sujet und mit der Signatur von Elias Rosbach (tätig 1727–1765)
und um 1735 datiert befand sich in der Sammlung Ernesto Wolf
(Klesse/Mayr, Veredelte Gläser, 1987, Kat. 137). Dessen Schnittdekor
weist eine noch detailreichere und feinere Qualität auf. Die
allegorische Verbindung der Vergänglichkeit und des Glücks fand in der
Kunst des Barockzeitalters europaweit Verbreitung. [Verena Wasmuth]
MAKR
Letzte Aktualisierung: 06.07.2026
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Einrichtung:
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kgm@smb.spk-berlin.de