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Dianapokal

Ident. Nr.: W-1963,15

ObjID: obj:889816

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Hans Petzolt (1551-1633),
Goldschmied*in
Datierung
um 1610
Geografische Bezüge
Abmessungen
Gewicht: 6769 g

Objektbeschreibung

Hoher Pokal mit Buckelreihen an Fuß, Kelch und Deckel und reichem plastischem, zumeist aufgelegtem Zierat. Den Deckel bekrönt über einem Knaufpostament die in schreitender Bewegung begriffene Figur einer jagenden Diana mit zwei Hunden. Die lebendig modellierte Figur mit wehenden Schleiern hält in der Linken einen Bogen, in der Rechten einen Speer, während sie auf der Schulter einen Köcher trägt.
Am eingeschnürten Schaft ist eine Plakette mit einer Monatsdarstellung und dem Tierkreiszeichen der Zwillinge nach Peter Flötner (?) abgegossen. Der überreiche bizarre Dekor besteht aus Appliken - Sirenen und Skorpionweibchen in vielfältiger Ausgestaltung - sowie gotisierendem, unvergoldetem Blattwerk. Den gewölbten Fuß und die Mündung des Pokals schmückt geätztes Ornament. KP

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .