Flakon aus Rubinglas mit eingeglaster Münze
Ident. Nr.: K 1143 a,b
ObjID: obj:897806
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deFotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Ausführung: 1680-1730
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Rubinglas in Hilfsmodel geblasen, ofengeformt, geschliffen
- Abmessungen
- Höhe x Durchmesser: 22,7 x 12,3 cmDurchmesser: 2,6 cm (Mündung)Höhe: 19,9 cm (Flakon)Höhe: 5,2 cm (Stöpsel)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/897806
Objektbeschreibung
Kleiner, keulenförmiger Flakon mit zugehörigem Stöpsel aus Rubinglas, im
Boden ist ein großes ausgeschliffenes Loch mit farblosem Glas
verschlossen, das den Abdruck einer fehlenden Münze zeigt, einige
Goldpartikel sind noch erkennbar. Die gebauchte Wandung des Flakons ist
wabenfacettiert, der Übergang zum Hals sowie hohe Hals selbst sind mit
Längsfacetten versehen. Unter dem ebenfalls längsfacettierten
Mündungsrand steht eine Art hochgeschliffener Sims, der an seiner
Außenkante gleichfalls facettiert ist. Der Stöpsel ist unten rund
zugeschliffen und am flach gearbeiteten Knauf mit fünf Kanten versehen.
Er zeigt eine lebrige Färbung.
Die im Boden ehemals eingeglaste Goldmünze war eine Besonderheit der
Potsdamer Glashütte und technisch überaus anspruchsvoll, da eine
beständige Verbindung des Werkstoffes Glas mit anderen Materialien eine
grundsätzliche Schwierigkeit aufgrund deren unterschiedlicher Reaktion
auf Hitze darstellt. Bei den sogenannten "Münzengläsern" wurde eine
Münze (meist aus Silber) zunächst in einen Rundnodus aus farblosem Glas
eingeschmolzen, der dann der Gefäßwandung oder wie hier dem Loch im
Boden aufgeschmolzen wurde. Der Flakon stammt aus der Königlichen
Kunstkammer. Jemand muss die Münze zu einem unbekannten Zeitpunkt mit
Gewalt herausgebrochen und entwendet haben. Sie hätte die Datierung
erleichtert, eine Entstehung vor 1730 ist stilistisch naheliegend.
[Verena Wasmuth]
MAKR
Letzte Aktualisierung: 13.07.2026
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Kunstgewerbemuseum
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kgm@smb.spk-berlin.de