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Vase mit Blütenblättern

Ident. Nr.: 1900,593

ObjID: obj:898887

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Louis Comfort Tiffany (1848–1933)
Ausführung: Tiffany Glass and Decoration Company (1878–1933)
Datierung
vor 1900
Material / Technik
Favrile-Glas

Objektbeschreibung

Louis Comfort Tiffany gründete 1879 seine erste Firma Louis C. Tiffany & Associated Artists für Innendekoration. Gleichzeitig experimentierte er mit der Herstellung von Glas und rief 1885 die Tiffany Glass Company ins Leben, welche mit kunstvolle Verglasungen, Lampen und Luxusgläser den Weltmarkt zu erobern begann.
Bereits 1880 reichte Tiffany ein Patent für Glas mit metallischem Glanz ein, das quasi zu einem Markenzeichen von ihm werden sollte. Zusammen mit seiner weiteren Kunstglasproduktion wurde es unter dem Begriff „Favrile-Glas“ vermarktet. Die hier abgebildete Vase gehört zu jenen irisierende Gläsern. Kunstvoll erscheint der mit farbigen Kammwellen gezogenen Fond, über den in loser Ordnung wie Schatten wirkende Blütenblätter gleiten. Die grundsätzliche Behandlung des Glases, die unmittelbar am Glasofen erfolgte, war der Arbeit der Glasbläser in Murano verwandt. Die malerischen Effekte in der Glasmasse begeisterten die Zeitgenossen und Tiffany konnte auf der Weltausstellung in Paris 1900 große Erfolge erzielen. STh

Letzte Aktualisierung: 15.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .