Fußbecher aus Goldrubinglas
Ident. Nr.: K 1129
ObjID: obj:902033
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deFotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Fotonachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum / Verena Wasmuth Public Domain Mark 1.0
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Ausführung: 1680-1730
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Rubinglas ofengeformt
- Abmessungen
- Höhe x Durchmesser: 16,7 x 10,6 cmDurchmesser: 9,8 cm (Fuß)Wandungsstärke: 0,45 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/902033
Objektbeschreibung
Pokal auf Hohlfuß aus dickwandigem, lebrig-schlierigem Goldrubinglas,
Abriss am Boden, die hohe Wandung ist am Ansatz gebaucht, eingezogen und
öffnet sich dann konkav, Mündungsrand verwärmt.
Dieses Glas aus der Königlichen Kunstkammer bildete bereits Robert
Schmidt 1914 in dem Band "Brandenburgische Gläser" mit dem Hinweis ab:
"Farbe tiefrot, in der Aufsicht fast schwarz". Die für manches
Goldrubinglas charakteristische "Lebrigkeit" ist ursächlich für diesen
Effekt, der während des Herstellungsverfahrens bei zu starkem oder
langem Erwärmen (Tempern) der Glasmasse auftreten kann.
Die nahezu modern anmutende Formgebung dieses Glases mit seiner strengen
Silhouette ist dem Umstand geschuldet, dass auf eine Veredlung des
Rohlings durch Schliff und Schnitt verzichtet wurde. Vermutlich trat die
lebrige Färbung bereits kurz nach seiner Herstellung auf und führte zu
dieser Entscheidung. Pokale und Fußbecher mit ganz ähnlich geformter
Kuppa aus farblosem Glas und mit einem solchen Dekor sind aus
schlesischen Glashütten dokumentiert, teils noch aus den 1730er Jahren
(Wierzchucka/Kügler, Barockes Glas, 2016; Zoedler, Schlesisches Glas,
1996; Hein, Kongelige Glas, 1995, Kat. 129, S. 316, 317). Nachdem
Schmidt den Fußbecher publizierte, wurde er mehrfach kopiert: Eine
Kleinserie ist beispielsweise am Boden mit dem Ätzstempel "Nachbildung
89" gekennzeichnet. Das Potsdam Museum hingegen besitzt ein Pendant aus
der Zeit, ebenfalls lebrig (Inv. Nr. AK-2018-6), das in der Ständigen
Ausstellung präsentiert wird. [Verena Wasmuth]
MAKR
Letzte Aktualisierung: 09.07.2026
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Kunstgewerbemuseum
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kgm@smb.spk-berlin.de