Logo

Lampas mit Spitzovalblüten, Drachen und Phönixen

Ident. Nr.: K 6105 a,b

ObjID: obj:909899

Details (Expert)

Datierung
Mitte 14. Jahrhundert
Abmessungen
Höhe x Breite: 39,5 x 28 cm = a, großes Fragment
Höhe x Breite: 9,6 x 16,6 cm = b, kleines Fragment

Objektbeschreibung

Die beiden Fragmente zeigen auf violettem Grund ein reiches aus Häutchengold gebildetes Muster: Zwei unterschiedliche Spitzmedaillons sind in versetzten Reihen angeordnet. Sie werden jeweils von einer breiten, gebogten Bordüre gerahmt, die mit unterschiedlichen Blattmotiven gefüllt sind. Im ihrem Inneren stehen adossierte Hasen und Panther, die die Köpfe zueinander drehen. Eine schmale szepterförmige Pflanze trennt sie von einander. Über den Ovalen hocken in Reihen wechselnd Drachen- und Phöenixpaare mit langen, anmutig gewundenen Schwanzfedern. (CW)

"Diese Seide ist ein Beispiel für den stilistischen Einfluss, den die sogenannten "Panni Tartarici", die "Gewebe der Mongolen" auf die Entwicklung der Seidenweberei in Italien am Ende des 13. und frühen 14. Jahrhundert ausübten. ( M.L. Rosati)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Konfektschale mit Hirsch im Gehege in Distel- und Eichenkranz aus dem Lüneburger Ratssilber

Hirsch, Eichenkranz sowie Figürchen und Blätter im Schalengrund gegossen. Schalenrand gesondert gearbeitet. Fußrand und -zarge, Schalenrand, innerer Rand der Schalenbuckel, Reliefs des Fonds sowie Mittelteil mit Ausnahme des Hügels vergoldet. Hügel mit Resten grünen, transluziden Emails, Schale mit einer Art Bajonettverschluß am Fuß befestigt. Ein Schalenbuckel beschädigt.Schalenkörper in der Grundform und der Art des Dekors dem des vorhergehenden Stückes nahe verwandt, Wölbungen flacher, Umzäunung des Hügels abweichend, Hirsch wohl nach demselben Modell gegossen. Sechspassiger, breitrandiger und gebuckelter Fuß, Zarge mit durchbrochenen Vierpässen in Rauten. Gedrehter Schaft aus mehreren Reihen gegenläufig angeordneter und miteinander verschränkter Fischblasenbuckel. Schale durch 14 Halbbuckel gegliedert, Rand gekehlt und profiliert. Auf dem gepunzten Fond getriebenes, aus einem Stamm entspringendes Astwerk, darum herum aufgelegte Akanthuswedel, Hirsche, Hunde und ein Jäger mit Spieß und Jagdhorn. In gekehlten Stufen hochgewölbtes Mittelteil, bekrönt von einem liegenden Hirsch auf einem Hügel mit Flechtwerkzaun, Türchen und Vorhängeschloß. Auf den Stufen ein Distel- und ein von acht Rosetten gehaltener Eichenkranz.Die beiden am Zaun befestigten emaillierten Wappen gehören Cord Lange (gest. 1506) und seiner Frau Ghebeke Schomaker (gest. 1502). Die Stiftung an den Rat dürfte noch zu Lebzeiten des Bürgermeisters erfolgt sein. Sehr wahrscheinlich entstand das Stück in derselben Werkstatt wie Inv. Nr. 1874,395, gehört aber mit seinem gedrehten Schaft – in der ungefügen, quellenden Buckelung technisch offenbar noch nicht beherrscht – einer späteren stilistischen Phase an .