Berliner Ring
Ident. Nr.: NG 6/77
ObjID: obj:958388
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1970
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Berliner RingÜbersetzung: Berlin Ring
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- Leihgabe des Künstlers an der Natioanlgalerie,
1970–1977 - Material / Technik
- Plexiglas und Stahl
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 75 x 140 x 48 cm
- Erwerbung
- 1977 Schenkung des Künstlers nachträglich zur 'Donation Haftmann'
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/958388
Objektbeschreibung
Der Bildhauer, der zunächst mit keramischen Arbeiten hervorgetreten war, unterrichtete seit 1954 an der Ohio State University. Um 1969 begann er, mittels Plexiglas und Vakuumtechnik durchsichtige Raumkörper herzustellen. Er bezog Wellen-, Kreis- und Bogenformen ein, sodass seine Werke luftig-leicht wirken. Von 1970 bis 1972 hielt sich Black im Rahmen eines DAAD-Stipendiums in West-Berlin auf. Bei einer Einzelausstellung im dortigen Amerika-Haus zeigte er 1971 auch den „Berliner Ring“. Blacks ehemaliger Lehrer George Rickey lobte neben dem Spiel mit Licht und Transparenz „die von der Maschine herrührende Schärfe der Kurven und Ränder, die Gewißheit und Vorhersagbarkeit (und deshalb auch die Stabilität) der objektungebundenen geometrischen Formen, die Verstärkung des künstlerischen Konzepts durch Wiederholung (was die Undefinierbarkeit der durchsichtigen Oberflächen ausgleicht), besonders aber auch die Bestimmtheit der Formen, die weich, endgültig und blitzschnell in ihre vorher bestimmten Grenzlinien gezogen werden; gezogen durch eine Kraft, die einem einzigen Hammerschlag gleicht.“ (George Rickey, „David Black“, in: David Black in Berlin, Ausst.-Kat. Berlin, 1971, unpaginiert) Der Werktitel für das Oval mit voneinander abgerückten Randsegmenten könnte auf das damals geteilte Berlin und den ebenfalls unterbrochenen S-Bahnring bezogen werden. Diese Lesart wird jedoch durch eine zeitgleich entstandene größere und leicht variierte Fassung des Motivs infrage gestellt, die „Double Roller“ (Standort unbekannt) heißt und keine politischen Konnotationen aufweist. | Dieter Scholz
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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