Demonstration
Ident. Nr.: A IV 78
ObjID: obj:958462
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1930
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1965 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 87 x 66 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/958462
Objektbeschreibung
An der Dresdner Kunstakademie, die Querner 1930 vorzeitig verließ, um als freischaffender Künstler zu arbeiten, hatte er auch seinen späteren Schwager, den Maler Wilhelm Dodel (1907–1944), kennengelernt. Im selben Jahr trat er der Kommunistischen Partei bei und wurde Mitglied der Dresdner Sektion der Assoziation revolutionärer bildender Künstler Deutschlands (ASSO). In dieser waren unter anderem auch Dresdner Malerkollegen wie Otto Griebel, Fritz Schulze und Wilhelm Lachnit engagiert. Querner wohnte in einem Dresdner Proletarierviertel in der Nähe des Arbeitsamtes Maternistraße und hatte dort das Schicksal der Stempelgänger unmittelbar vor Augen. „Demonstration“ zeigte ursprünglich eine dicht gedrängte Arbeiterschar, die an einem Kriegskrüppel und an flanierenden Großbürgern vorbeimarschiert. Der Künstler selbst und Wilhelm Dodel erscheinen mit kämpferisch geballten Fäusten in der ersten Reihe. Nach 1933 verkleinerte Querner das Gemälde aus kompositorischen Gründen auf den aktuellen Ausschnitt und übermalte es teilweise (Abb. der ursprünglichen Fassung in: Revolution und Realismus, Ausst.-Kat. Altes Museum, Berlin, 1978, S. 308). Dadurch hat sich die Aussage des Bildes verdichtet: Die beiden Künstler im Doppelporträt präsentieren sich in ihrer Solidarität mit der Arbeiterbewegung. Ein solches Bekenntnis empfand die bürgerliche Kritik als anstößig und qualifizierte das Bild als „kommunistische Kunst“ und Ausdruck eines „verfehlten und kunstwidrigen Standpunktes“ (Bildakte in der Neuen Nationalgalerie). | Kyllikki Zacharias
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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Neue Nationalgalerie
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