Gulliver und der Babelturm
Ident. Nr.: A IV 397
ObjID: obj:958797
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1978
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Gulliver und der BabelturmÜbersetzung: Gulliver and the Tower of Babel
- Material / Technik
- Öl auf Hartfaser
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 96 x 118,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/958797
Objektbeschreibung
Der Turmbau von Babel, jenes biblische Symbol menschlicher Hybris, für die die Babylonier mit Sprachverwirrung bestraft werden, die sie in Zwietracht stürzt, taucht in vielen Bildern von Heisig auf, auch im Zusammenhang mit dem Sturz des törichten Ikarus, der den selbstzerstörerischen Hang des Menschen verkörpert, seine natürlichen Grenzen überschreiten zu wollen. Zur Gestalt des Babylonischen Turms ließ sich Heisig vom gleichnamigen Gemälde Pieter Bruegels d.Ä. von 1563 (Kunsthistorisches Museum, Wien) anregen. Auf der Version von 1978 hat Heisig neben den Turm in gleicher Größe Gulliver gestellt, der, im Ozean einer Weltlandschaft stehend, Geige spielt, wie schon am unteren Bildrand des Gemäldes „Neues vom Turmbau“ 1977. In Jonathan Swifts satirischem Roman „Gullivers Reisen“ (1726) begibt sich Lemuel Gulliver auf ausgedehnte Schiffsreisen, in deren Verlauf er ungewöhnliche Orte und Kulturen entdeckt, ein Turm von Babel scheint nicht dabei zu sein und Geige spielt er in diesem Roman auch nicht. | Eckhart J. Gillen
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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