Novemberrevolution
Ident. Nr.: A IV 235
ObjID: obj:959317
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1968/1969
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: NovemberrevolutionÜbersetzung: German Revolution of 1918-1919 (November Revolution)
- Provenienz
- Kulturfonds der DDR,
1969 - Material / Technik
- Öl und Tempera auf Hartfaser
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 280 x 600 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959317
Objektbeschreibung
Die Novemberrevolution begann am 3. November 1918 mit einem Matrosenaufstand in Kiel und führte schließlich zur Abdankung Kaiser Wilhelms II. und zur Ausrufung der Republik am 9. November. Im Vorfeld waren im August 1917 ein Matrosenaufstand hauptsächlich in und vor Wilhelmshaven niedergeschlagen und die Anführer, Max Reichpietsch und Albin Köbis, am 5. September 1917 erschossen worden. Diesen Moment zeigt die linke Tafel von Frankensteins Triptychon „Novemberrevolution“. Beide Männer stehen, den Blick in Richtung der Mitteltafel gerichtet, vor Soldaten, die ihre Gewehre auf sie anlegen; links hebt ein Offizier sein Schwert wie zum Befehl. Der blutrote Himmel hinter ihnen prägt alle drei Tafeln und schafft eine dramatische Atmosphäre. Rechts ist als Verweis auf die Aufstände 1917 und 1918 die Bewaffnung der Matrosen und Arbeiter vor dem Berliner Marstall am Schlossplatz dargestellt. Oben steht ein Mann mit erhobenem Arm. Die weiteren Männer sind ebenfalls zur mittleren Tafel orientiert, auf der eine symbolisch überhöhte Verbrüderung revolutionärer russischer und deutscher Soldaten an der Front dargestellt ist. Es ist kein bekanntes historisches Ereignis wie auf den Seitentafeln und steht daher nicht in Zusammenhang mit der Novemberrevolution, sondern ist eine Metapher mit Bezug zu den politischen Bündnissen zu dem Zeitpunkt, als Frankenstein das Werk schuf. Indem er Matrosenaufstände und Novemberrevolution in eine so enge Verbindung mit der Freundschaft zwischen DDR und UdSSR bringt, vereinnahmt er diese Ereignisse für die Geschichte des Sozialismus. | Emily Joyce Evans
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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