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Porträt Adolf Erman

Ident. Nr.: B III 260

ObjID: obj:959590

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Tina Haim-Wentscher (1887 - 1974),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1914
Weitere Titel
Sammlungstitel: Porträt Adolf Erman
Übersetzung: Portrait of Adolf Erman
Geografische Bezüge
Provenienz
Schenkung: Adolf Ermann, anlässlich seines 60. Geburtstags, zur Aufstellung in der Ägyptischen Sammlung,
26.10.1914
Schenkung: Vorderasiatisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin,
vermutlich um 1914/15 - 1986
Material / Technik
Bronze
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 47 x 29 x 25 cm (inkl. Sockel)
Erwerbung
1914 Schenkung anlässlich seines 60. Geburtstags von Adolf Erman zur Aufstellung in der Ägyptischen Sammlung

Objektbeschreibung

Haim-Wentscher war im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts eine feste Größe in der Berliner Kunstszene. Namhafte Sammler und Mäzene, Personen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und den Museen ließen sich ebenso von ihr porträtieren wie Stars und Sternchen aus Tanz, Musik, Kunst und Schauspiel. 1893 war sie von Konstantinopel, ihrem Geburtsort, nach Berlin gezogen, wo sie 1907/1908 an der privaten Lewin-Funcke-Schule in Charlottenburg Bildhauerei studierte. Danach gründete sie ihr eigenes privates Atelier. 1914 heiratete Haim den Berliner Maler Tim Wentscher. Ihr wohl bekanntester Auftrag ist eine Replik der Nofretete-Büste. Das Original schenkte der Kunstmäzen James Simon, der die Grabungen im ägyptischen Tell el-Amarna finanziert und die Fundstücke 1913 nach Deutschland hatte bringen lassen, 1920 dem Ägyptischen Museum in Berlin. Bereits 1913 hatte der damalige Direktionsassistent, ab 1914 Direktor des Ägyptischen Museums, Heinrich Schäfer, bei Haim eine handvermessene Kopie der Nofretete bestellt. In diesem Zusammenhang kam vermutlich auch der Auftrag zustande, den langjährigen Direktor der Ägyptischen Sammlung (1884–1914), Adolf Erman (1854–1937), zu porträtieren. Diese Büste wurde ihm anlässlich seines 60. Geburtstags überreicht; später erhielt sie einen Ehrenplatz im Ägyptischen Museum. Haim-Wentscher gab den Ägyptologen Erman mit gesenktem Kopf und halb geschlossenen Lidern in einer ernsten, geradezu ehrfürchtigen Pose wieder, die nicht zuletzt den Respekt vor seiner wissenschaftlichen Arbeit symbolisiert. | Maike Steinkamp

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Badende

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Die Statue scheint 1909 für einen mehrfigurigen Brunnen konzipiert worden zu sein, was den Titel „Badende“ erklärt. Um 1910 wurde jedoch nur eine einzelne Bronzefigur hergestellt, die an der Fassade eines 1910/1911 errichteten Miets- und Geschäftshauses in der Hardenbergstraße 1 in Berlin-Charlottenburg ihre Aufstellung fand. Der Eigentümer dieses „Haus am Knie“ genannten Gebäudes und damit auch der Figur war der Architekt und Immobilienunternehmer Arthur Vogdt. Die Fassade hatte der junge Bruno Taut entworfen. Die Statue stand auf einem hohen Sockel am Eingang des Hauses; ihre auffallende Drehung war auf diesen Standort abgestimmt. Wegen eines Schreibens des Bildhauers Richard Scheibe wurde die Figur früher auf 1904/1905 datiert; das trifft jedoch genauso wenig zu wie die Datierung um 1906 (Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914, Ausst.-Kat. Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1990, Nr. 124). Die Angabe „um 1910“ dagegen entspricht der Bauzeit des Hauses. Damals schuf Kolbe auch eine große Frauenstatue nach dem Modell der späteren Bildhauerin Renée Sintenis (Georg Kolbe, 1877–1947, Ausst.-Kat. Georg Kolbe Museum, Berlin, 1997, Abb. S. 27). Wegen der Proportionen, der aufgerichteten Haltung und des herben Gesichts dürfte die „Badende“ nach demselben Modell entstanden sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde das „Haus am Knie“ zerstört. Die Statue gelangte in den Besitz von Kurt Reutti, der zahlreiche Kunstwerke aus Berliner Kriegsruinen rettete. 1957 war die Bronze eine der ersten Erwerbungen für die Nationalgalerie (West). | Ursel Berger

Mädchen aus Xanten

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