Allgäuer Tal
Ident. Nr.: A II 360
ObjID: obj:959821
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1921
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Allgäuer TalÜbersetzung: Valley in the Allgäu
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
1922 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 83 x 96 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/959821
Objektbeschreibung
Nur die Wintermonate verbrachte Heckel nach Kriegsende noch in Berlin, um Organisatorisches zu regeln. Ansonsten lebte er zurückgezogen in seinem Bauernhaus an der Flensburger Förde oder unternahm im Frühjahr und Herbst ausgedehnte Reisen durch ganz Europa. So wanderte er im Frühjahr 1921 vom Allgäu bis an den Bodensee und entdeckte dabei erstmals die Welt der Berge. Heckels Farbgebung hatte sich nach den Erfahrungen des Ersten Weltkriegs gemäßigt, sie war zurückgenommen und fast aquarellhaft zart geworden. Mit dem nun matten, gedämpften Kolorit verbildlichte er seine gewandelte Empfindung der Welt: Die vitale Aufbruchsstimmung der Jugend ist dem Ausdruck einer gereiften und abgeklärten Persönlichkeit gewichen. Gerade in Heckels Landschaften lässt sich eine verstärkte Verinnerlichung feststellen, die die Landschaft als symbolhaften Ausdruck einer romantisch zu nennenden Innenschau inszeniert. In der Erhabenheit der majestätischen Wucht des Bergmassivs vermittelt sich die Ewigkeit der Schöpfung, in welcher der Mensch eine nur untergeordnete Rolle spielt. Die kompositorische Idee des Gemäldes erscheint erstmals auf einer mit Tusche und Wachskreide gezeichneten Postkarte Heckels an den befreundeten Künstler Franz Radziwill (Privatbesitz; vgl. 100 Jahre Künstlerort Dangast, Ausst.-Kat. Franz-Radziwill-Haus, Dangast, 2008, Abb. S. 135). | Janina Dahlmanns
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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