Pfingsttag
Ident. Nr.: F.V. 70b
ObjID: obj:960308
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1952
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: PfingsttagÜbersetzung: Whitsunday
- Material / Technik
- Öltempera auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 54,5 x 64,5 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/960308
Objektbeschreibung
Eine geometrisch strenge Form beherrscht das Bild, ein Monument in kantiger U-Form mit tiefschwarzen Stirnseiten. Auch die beiden anderen sichtbaren Flächen des hoch aufragenden Körpers erscheinen makellos, die äußere zeigt einen exakten Quaderputz und weist damit auf die Herkunft der Formidee hin: zwei dicht beieinanderstehende Gebäude. Der Sandweg um dieses Monument herum ist freundlich gepunktet, die Rasenfläche daneben wie mit dem Lineal vorgezeichnet, mit den zwei zarten Bäumchen darauf erscheint sie dennoch einladend. Kühle Sachlichkeit beherrscht diesen Bereich des Gemäldes. Im Hintergrund wird es von einer für Heldt typischen Häuserreihe mit zwei Türmen abgeschlossen. Rechts vorn aber irritiert als Bild im Bild eine graue Fläche mit dem stilisierten Profil der 1929 tödlich verunglückten Jugendliebe Lo. Etliche der Werke Heldts beschwören ihre Erinnerung herauf, indem auf Litfaßsäulen oder Hauswänden ihr Porträt oder die Buchstabenfolge LO erscheint. „Pfingsten“ vermittelt weder Stimmung noch Atmosphäre, Versatzstücke und Formen sind zu einem abstrakten Gemälde mit Anklängen an eine Stadtlandschaft zusammengefügt. Zeichnungen des Künstlers zeigen häufig vergleichbare Doppelgiebel, dazwischen schmale Höfe, wie sie entlang der Berliner Stadtbahn noch heute zu sehen sind. Am deutlichsten wiederholt sich die Form des Monuments in dem Werk „Straße“ (um 1947, WVZ Schmied/Seel 1976, 464), selbst der charakteristische Turm taucht dort auf. | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
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