Flehende
Ident. Nr.: B I 708
ObjID: obj:960333
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1944
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: FlehendeÜbersetzung: Supplicant
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands,
1946Zeitung "Tägliche Rundschau",
1946–1958 - Material / Technik
- Bronze
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 44 x 18 x 25 cm
- Erwerbung
- 1958 Schenkung der Redaktion der "Tägliche Rundschau", Berlin (Ost)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/960333
Objektbeschreibung
Nachdem sein Berliner Atelierhaus durch Bomben beschädigt worden war, kam Kolbe gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in Schlesien unter. Hier modellierte er mehrere Figuren, von denen nur die „Flehende“ erhalten blieb. Der Bildhauer hatte auf eines seiner bevorzugten Sujets zurückgegriffen: die mittelgroße kniende Frauengestalt (vgl. „Klage“, B I 443, und „Kniende“, B III 123). Die gesteigerte Emotionalität dieser Figur entsprach der Stimmung in der Nachkriegszeit. Wegen des kriegsbedingten Verbots von Bronzegüssen wurden 1945 die ersten beiden Exemplare der „Flehenden“ bei Noack in Berlin noch in Zink ausgeführt. Am Ende desselben Jahres konnte in der Berliner Ausstellung des Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands eine erste Bronzefigur präsentiert werden. 1946 war sie auch auf der wichtigsten – noch gesamtdeutschen – Nachkriegsausstellung zu sehen, der „Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung“ in Dresden. Mit der „Flehenden“ meldete sich Kolbe nach Kriegsende erfolgreich zurück. Circa zehn Figuren wurden noch zu seinen Lebzeiten gegossen; zehn weitere entstanden bis in die frühen 1960er-Jahre. Einige Stücke gelangten in die USA. Zwei Bronzen wurden über den Kulturbund verkauft, darunter das vorliegende Stück. 1946 erwarb es die Zeitung „Tägliche Rundschau“, die es 1958 der Nationalgalerie (Ost) als Geschenk übergab. | Ursel Berger
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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