Hockende
Ident. Nr.: B I 575
ObjID: obj:960812
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1931 (Guss 1934)
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: HockendeÜbersetzung: Sitting Girl
- Material / Technik
- Bronze
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 28 x 12,5 x 19,5 cm (inkl. Sockel)
- Erwerbung
- 1935 Ankauf von der Buchhandlung Karl Buchholz, Berlin
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/960812
Objektbeschreibung
Die Figur des zarten jungen Mädchens mit den wechselseitig die angezogenen Beine umfassenden Armen bildet eine geschlossene Form. Auf engstem Raum begrenzt sitzt sie auf einer schmalen Plinthe und verharrt dort in abwartender Körperhaltung. Mit leicht gesenktem Blick zeigt sie keinen eindeutigen Gefühlsausdruck, weder Freude noch Schmerz. Dieser mentale Schwebezustand verbindet die „Hockende“ mit vielen anderen Gestalten Scheibes, die, „stehend, sitzend, kniend in sich gekehrt, distanziert, isoliert, unnahbar, verfangen in leiser aber tiefer Melancholie nur mit ihrem Inneren korrespondieren“ (Ursel Berger, Richard Scheibe, ein weitgehend unbekannter Künstler, in: Nymphe und Narziss. Der Bildhauer Richard Scheibe [1879–1964], Ausst.-Kat., Berlin, 2004, S. 50). Im Werkverzeichnis wird das Stück nicht als eigenständig, sondern nur als Bronzegussmodell für eine identische Arbeit in Porzellan von 1932 mit höherer Plinthe genannt (WVZ George 1961, 1932/25). Es zählt zu den Skulpturen, die Scheibe seit den 1930er-Jahren für die Königliche Porzellan-Manufaktur (KPM) in Berlin fertigte. Die Angaben zum Entstehungsjahr der „Hockenden“ differieren zwischen 1931 und 1934. Während eines der beiden Gipsmodelle (Georg Kolbe Museum, Berlin) die Jahreszahl 1931 trägt, wurden die Bronze der Nationalgalerie und eine weitere Ausführung (Privatbesitz) bisher auf 1934 datiert. Beide entstanden in der Bildgießerei Komo in Frankfurt am Main. Ein weiteres Exemplar (Detroit Institute of Arts) wird auf 1932 datiert und trägt den Stempel der Berliner Bildgießerei Richard Barth. Daneben existieren einige posthume, von Noack in Berlin ausgeführte Güsse. | Carolin Jahn
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de