Bildnis Martin Andersen Nexö
Ident. Nr.: A IV 249
ObjID: obj:960918
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1952
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Bildnis Martin Andersen NexöÜbersetzung: Portrait of Martin Andersen Nexö
- Provenienz
- Ministerium für Kultur der DDR,
1970 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 100 x 87 cm
- Erwerbung
- 1970 Übereignung des Ministeriums für Kultur der DDR
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/960918
Objektbeschreibung
Trotz erneuter Anfeindungen blieb Rudolph nach dem Zweiten Weltkrieg ein anerkannter Maler. 1939 hatte er seine Professur an der Dresdner Hochschule verloren und war mit einem Ausstellungsverbot bedacht worden. 1946 wurde er erneut als Lehrkraft eingestellt, 1949 aber auf Betreiben von Hans Grundig wiederum entlassen. Dennoch erhielt Rudolph mehrere offizielle Porträtaufträge und später hohe Kunstpreise der DDR. Das bekannteste Auftragsporträt ist das „Bildnis Martin Andersen Nexö“ (1869–1954). Andersen, aus armen Verhältnissen stammend, war nach 1900 zum wichtigsten Vertreter der dänischen Arbeiterliteratur geworden. Als Mitglied der Danmarks Kommunistiske Parti wurde er 1941 verhaftet, 1943 floh er in die Sowjetunion. 1951 übersiedelte Nexö aus Dänemark in die DDR, nach Dresden. Bereits 1949 hatte er die Ehrendoktorwürde der Universitäten Greifswald und Leipzig erhalten, 1953 wurde er zum Ehrenbürger von Dresden ernannt, Schulen und andere Einrichtungen sowie 1954 der Kunstpreis der Stadt Dresden wurden nach ihm benannt. Rudolph malte den Prestige-Einwanderer der DDR als würdigen alten Herrn im Sessel vor neutralem Hintergrund, so wie es die Konvention erwarten ließ. Das Bild wurde zu seiner Zeit als realistisch und als beachtliche Leistung bewertet, nicht zuletzt, weil der Dargestellte hohes Ansehen genoss. Siehe dazu auch die Büste von Johannes Friedrich Rogge von 1954 in der Nationalgalerie (B III 43). | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de