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Havellandschaft

Ident. Nr.: A II 975

ObjID: obj:960988

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Georg Walter Rößner (1885 - 1972),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1933
Weitere Titel
Sammlungstitel: Havellandschaft
Übersetzung: Landscape along the Havel
Material / Technik
Öl auf Holz
Abmessungen
Höhe x Breite: 54 x 69 cm
Erwerbung
vermutlich 1934 Ankauf vom Künstler

Objektbeschreibung

In den bekannten publizierten Werken Rößners bildet Landschaft zumeist nur die Folie für Porträts, oder sie ist szenisch ausgestaltet. Reine Landschaftsdarstellungen sind fast nicht überliefert, angesichts der „Havellandschaft“ ein erstaunlicher Umstand. Aus lediglich zwei Tönen, sattem Blau und Grün, hat Rößner mittels gekonntem Licht- und Schattenspiel die Impression eines beschaulichen Sommertags am Wasser entwickelt, die an Hans Thoma erinnert. Diese Reminiszenz spiegelt sich auch im Farbauftrag wider; in den übrigen Werken Rößners ab den 1930er-Jahren ist dieser glatter und pudriger als hier. Gab es nach seinem Streit mit Alexander Kanoldt an der Staatlichen Kunstschule zu Berlin, an der beide lehrten, im Entstehungsjahr des Gemäldes möglicherweise politisch motivierte Gründe, sich mit Thoma stilistisch einem Maler anzunähern, der von den Nationalsozialisten favorisiert wurde? Rößner trat jedoch, anders als Kanoldt, nicht der NSDAP bei und wurde in den Folgejahren aus diesem Grund immer seltener bei Ausstellungen berücksichtigt. Wohl auch deshalb setzte er seine Lehrtätigkeit von 1937 bis 1939 als Austauschprofessor an der Kunstakademie in Santiago de Chile fort. Nach dem Krieg ließ er sich dauerhaft auf der Halbinsel Angeln in Schleswig nieder, wo er seit 1943 ein kleines Haus besaß. Hier fand offenbar ebenfalls keine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Landschaft statt, in einem Landstrich, der für andere Maler unbedingt reizvolle Motive bot (vgl. Jan Lass, „Landschaft aus der Probstei“, A III 68). Die „Havellandschaft“ bleibt somit eine gelungene Ausnahme im Œuvre des Künstlers. | Katharina Wippermann

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Badende

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Die Statue scheint 1909 für einen mehrfigurigen Brunnen konzipiert worden zu sein, was den Titel „Badende“ erklärt. Um 1910 wurde jedoch nur eine einzelne Bronzefigur hergestellt, die an der Fassade eines 1910/1911 errichteten Miets- und Geschäftshauses in der Hardenbergstraße 1 in Berlin-Charlottenburg ihre Aufstellung fand. Der Eigentümer dieses „Haus am Knie“ genannten Gebäudes und damit auch der Figur war der Architekt und Immobilienunternehmer Arthur Vogdt. Die Fassade hatte der junge Bruno Taut entworfen. Die Statue stand auf einem hohen Sockel am Eingang des Hauses; ihre auffallende Drehung war auf diesen Standort abgestimmt. Wegen eines Schreibens des Bildhauers Richard Scheibe wurde die Figur früher auf 1904/1905 datiert; das trifft jedoch genauso wenig zu wie die Datierung um 1906 (Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914, Ausst.-Kat. Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1990, Nr. 124). Die Angabe „um 1910“ dagegen entspricht der Bauzeit des Hauses. Damals schuf Kolbe auch eine große Frauenstatue nach dem Modell der späteren Bildhauerin Renée Sintenis (Georg Kolbe, 1877–1947, Ausst.-Kat. Georg Kolbe Museum, Berlin, 1997, Abb. S. 27). Wegen der Proportionen, der aufgerichteten Haltung und des herben Gesichts dürfte die „Badende“ nach demselben Modell entstanden sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde das „Haus am Knie“ zerstört. Die Statue gelangte in den Besitz von Kurt Reutti, der zahlreiche Kunstwerke aus Berliner Kriegsruinen rettete. 1957 war die Bronze eine der ersten Erwerbungen für die Nationalgalerie (West). | Ursel Berger

Mädchen aus Xanten

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