Motiv am Strand
Ident. Nr.: B 36/25
ObjID: obj:961628
1951 erworben durch das Land Berlin
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1944
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Motiv am StrandÜbersetzung: Motifs on the Beach
- Provenienz
- im Besitz des Künstlers,
393312Galerie Bremer, Berlin,
1950Kauf: Galerie des 20. Jahrhunderts, Berlin (West),
1950–1968 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 27 x 35,5 cm
- Erwerbung
- 1951 Ankauf von der Galerie Bremer, Berlin, durch das Land Berlin für die Galerie des 20. Jahrhunderts (West)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/961628
Objektbeschreibung
Thiemann hatte ab 1930 am Bauhaus in Dessau bei Paul Klee und Wassily Kandinsky studiert und war, als die Schule zwei Jahre später nach Berlin umziehen musste, einer der nur insgesamt fünf verbliebenen Schüler der dortigen Malereiklasse. 1933 erhielt er sein Diplom, zehn Tage vor der endgültigen Einstellung des Lehrbetriebs. Während der NS-Zeit bot sich dem jungen Künstler keine Ausstellungsmöglichkeit, er lebte weitgehend isoliert in seiner Berliner Atelierwohnung. Das im vorletzten Kriegsjahr entstandene „Motiv am Strand“ zeigt im vorderen Bildraum an kubistische Stillleben erinnernde, abstrahierte Gegenstände – erkennbar sind ein Zupfinstrument sowie eine Staffelei mit Palette –, gepaart mit vegetabilen und geometrischen Formen. Vor der ungerade verlaufenden Horizontlinie im Hintergrund zeichnen sich am Abendhimmel ein Hochturm und eine schemenhaft wiedergegebene Häusergruppe ab. Der Künstler ließ so einen rätselhaften, bühnenartigen Bildraum entstehen, der motivische Anleihen bei der Pittura metafisica und dem Surrealismus erkennen lässt. Nach Kriegsende verbesserte sich Thiemanns Situation umgehend. Bereits im September 1945 stellte er in der Berliner Galerie Gerd Rosen aus, die erst einen Monat zuvor als erste deutsche Nachkriegsgalerie eröffnet hatte. In deren Ausstellungsprogramm war er fortan regelmäßig vertreten, gemeinsam mit Hannah Höch, Heinz Trökes, Hans Uhlmann und anderen Künstlerinnen und Künstlern, die eine moderne, kurz zuvor noch verfemte Formensprache vertraten. | Irina Hiebert Grun
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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Neue Nationalgalerie
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nng@smb.spk-berlin.de