Marktszene
Ident. Nr.: A IV 71
ObjID: obj:961778
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- um 1957
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: MarktszeneÜbersetzung: Market Scene
- Provenienz
- Erwerbungsart ungeklärt: Ministerium für Kultur der DDR,
spätestens 1956 - 1965Verwahrung: Nationalgalerie,
bis 1965 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 100 x 130,5 cm
- Erwerbung
- 1965 Überweisung des Ministeriums für Kultur der DDR
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/961778
Objektbeschreibung
Selten sind die von Rosenhauer gemalten Landschaften und Orte belebt, meist zeigt er sie menschenleer, jedoch sichtbar durch diese geprägt. Noch seltener sind Menschendarstellungen, die über Staffagefiguren hinausgehen, oder gar Genrebilder. Ausnahmen sind „Der alte Bienenvater“ von 1958 (Gemäldegalerie Neue Meister, Dresden) und Bilder von der Dresdner Vogelwiese. Die für Rosenhauer untypisch erzählerische, auch ungewöhnlich stimmungsvolle „Marktszene“ – aus dem Besitz des Kulturbundes der DDR über das Ministerium für Kultur der Nationalgalerie (Ost) überwiesen – entstand wahrscheinlich im Auftrag und mit Mitteln des Kulturfonds. Je einmalig wurden hier in den 1950er-Jahren Aufträge vergeben, um Künstler zu unterstützen (vgl. Strawalde, „Vorlesende Frau mit Kindern und Hund“). Daraus erklärt sich vermutlich eine gewisse Gefälligkeit des Werkes. Dennoch ist die Szene eher zurückhaltend gestaltet. Rosenhauer zeigt, wie beim „Bienenvater“, Personen gern in Rücken- und Seitenansichten und erfasst damit vor allem Körperhaltungen. Die Menschen sind in ihrem ruhigen Tun, ihrem alltäglichen Dasein wiedergegeben. Sie sammeln sich vor dem überdachten Gemüsestand, dem wiederum durch das Haus im Hintergrund optisch Festigkeit verliehen wird. Eine kleine Welt ist liebevoll umrissen. Die Gruppe ist eingehüllt in gedämpftes Blau, dessen von der Romantik geprägter Stimmungsgehalt auch hier anklingt. | Angelika Wesenberg
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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Neue Nationalgalerie
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