Torso 1980 (Schwangere)
Ident. Nr.: B III 209
ObjID: obj:962250
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1980
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Torso 1980 (Schwangere)Übersetzung: Torso 1980 (Pregnant Woman)
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Marmor
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 75 x 32 x 15 cm
- Erwerbung
- 1982 Ankauf vom Künstler, Dresden
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/962250
Objektbeschreibung
Makolies wuchs in Thüringen auf. Schon früh besuchte er erste Zeichenkurse und brach schließlich die Oberschule ab, um 1953 eine Steinmetzlehre in Dresden zu beginnen, wo er unter anderem an der Restaurierung barocker Skulpturen mitwirkte. 1964 absolvierte er seine Meisterprüfung als Steinbildhauer. 1958 hatte er begonnen, erste eigene Bildwerke zu schaffen, und arbeitet seit 1966 als freischaffender Bildhauer. Makolies hatte sich bewusst gegen ein Kunststudium entschieden, nahm jedoch 1955, ähnlich wie der damals erst 14-jährige Ralf Winkler (A.R. Penck) und gleichzeitig mit Winfried Dierske, Peter Graf und Peter Herrmann, Zeichenkurse bei dem Filmemacher und Maler Jürgen Böttcher (Strawalde). Sie alle gründeten zusammen die nonkonforme Künstlergruppe „Erste Phalanx Nedserd“, deren kämpferische Ausrichtung sich schon ihrer Benennung niederschlug, der Umkehrung des Wortes Dresden. 1961 porträtierte Böttcher Makolies, Graf und Herrmann in dem Kurzfilm „Drei von Vielen“, der Künstler zeigte, die ihren Lebensunterhalt durch kunstfremde Arbeit verdienen mussten. Der Film stand bis 1988 auf dem Index, da er nicht in das Bild der sozialistischen Kulturpolitik passte. „Torso 1980 (Schwangere)“ gehört zu einer Reihe polierter, weißer Marmorarbeiten, die Makolies’ bevorzugtes Sujet zeigen: den weiblichen Körper. Der glatte Marmor verleiht dem Frauentorso etwas Kühles; die großzügigen Kurven von Bauch, Brüsten und Armen assoziieren in ihrer sinnlichen Formfülle klassische Bilder von Mütterlichkeit. Die linke Hand der Skulptur verschmilzt zu einem non-finito und unterstreicht das Fragmentarische des Werkes. | Lola Inó Schönherr
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
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