T1957-15
Ident. Nr.: NG 8/58
ObjID: obj:962468
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1957
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: T1957-15Schwarz auf Rostbraun
- Provenienz
- Galerie de France, Paris,
1958Galerie Großhenning, Düsseldorf,
1958 - Material / Technik
- Öl auf Leinwand
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 148 x 116 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/962468
Objektbeschreibung
Geboren in Leipzig und aufgewachsen in Dresden, verließ Hartung Deutschland 1935 aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse für immer. Er fand Zuflucht in Paris, wo er nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges neben Wols und Pierre Soulages zu einem der wichtigsten Maler der Lyrischen Abstraktion und des Informel wurde. In seinen Bildern der 1950er-Jahre überlagern sich dicht gesetzte vertikale oder schräge Linien und ausgreifende, expressive Pinselstriche auf einem meist monochrom gehaltenen Bildgrund. Die Bilder wirken wie Ergebnisse eines spontanen, energetischen Malprozesses, tatsächlich sind es Vergrößerungen von Tuschpinselzeichnungen, die in einem intensiven Malprozess entstanden waren und die der Künstler (oder seine Assistent*innen) akribisch auf die Leinwand übertragen hatte. Eine Zeichnung existiert auch für dieses Gemälde („Sans titre“, 1955; Verbleib unbekannt). Der Aspekt der bewussten Kontrolle des gestischen Ausdrucks ist Kritiker*innen und Sammler*innen früh aufgefallen; so schrieb Ottomar Domnick 1949: „Das scheinbar ungeordnete erweist sich als ständig gezügelt von dem willen zur gestaltung. Die beherrschung der chaotisch erscheinenden linearen schwingungen bis in kleinste einzelheiten ihrer formalen gestaltung, die entkleidung der farbe von der form […] und die einführung des dynamischen elements im sinne des zeitfaktors: das sind die formalen kennzeichen der kunst hartungs.“ (Ottomar Domnik, Aussage und Gestaltung, in: Hans Hartung, Stuttgart 1949, S. 54). | Maike Steinkamp
Letzte Aktualisierung: 19.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de