Three Way Piece No. 2: (The) Archer
Ident. Nr.: NG 26/68
ObjID: obj:963163
n/a
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1964/1965
- Weitere Titel
- Sammlungstitel: Three Way Piece No. 2: (The) ArcherDer Bogenschütze
- Material / Technik
- Bronze
- Abmessungen
- Höhe x Breite x Tiefe: 325 x 224 x 365 cm
- Erwerbung
- 1968 Ankauf von Marlborough Fine Art Ltd, London
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/963163
Objektbeschreibung
Anlässlich der Eröffnung der Neuen Nationalgalerie 1968 erwarb die Stiftung Preußischer Kulturbesitz einen Guss von Moores „Archer“ (Der Bogenschütze), der seither an der Nordseite des Eingangs steht. Die warmgoldene, organisch geformte Bronze hebt sich vor dem dunklen, klar gegliederten Bau aus Glas und Stahl wirkungsvoll ab. Noch während der Bauzeit wurde die Plastik probeweise auf der Terrasse aufgestellt. Museumsdirektor Werner Haftmann hatte sich für den exponierten Standort ursprünglich eine neue Plastik von Moore gewünscht, was jedoch dessen Grundsatz zuwiderlief, niemals ortsspezifisch zu arbeiten. Beim „Archer“ handelt es sich um einen Zweitguss. Das erste Exemplar der Bronze steht seit 1966 auf dem Vorplatz der New City Hall in Toronto. Auch in Deutschland galt Moore Ende der 1960er-Jahre bereits als etablierter Neuerer der abstrakten Bildhauerei. Zu Berlin hatte er eine enge Beziehung und ließ die meisten seiner Großplastiken ab den späten 1950er-Jahren in der Gießerei Noack in Friedenau fertigen. Die monumentale, amorphe, dabei gemäßigt abstrakte Formgebung ist typisch für sein Spätwerk. Das D-förmige Keilelement kann als gespannter Bogen und das gebogene, an einen Baumstumpf erinnernde Säulenelement als stark abstrahierte Halbfigur gesehen werden. Diese Bestandteile bilden zusammen mit einer Art Brückenelement die titelgebenden „three way(s)“ (drei Wege) aus, deren Bedeutung offenbleibt. Moores Formensprache war inspiriert von natürlichen Fundstücken wie Baumstümpfen und Wurzeln, löchrigen Feuersteinen oder Knochenwirbeln. „Archer“ bringt nicht nur diese Urformen der Natur zur Anschauung, sondern auch widerstreitende, universell menschliche Zustände: Konflikt und Verbundenheit, Spannung und Ruhe, Brutalität und Sinnlichkeit. | Uta Caspary
Letzte Aktualisierung: 30.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Neue Nationalgalerie
E-Mail:
nng@smb.spk-berlin.de