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Hohlspiegelobjekt (konvex/konkav)

Ident. Nr.: n/a

ObjID: obj:963586

Details (Expert)

Beteiligte
Adolf Luther (1912 - 1990),
Künstler*in
Datierung
Herstellung: 1974-1977
Weitere Titel
Sammlungstitel: Hohlspiegelobjekt (konvex/konkav)
Übersetzung: Convex / Concave Mirrors
Material / Technik
Spiegel, Plexiglass, Holz
Abmessungen
Höhe x Breite: jeweils 145 x 145 cm
Erwerbung
1978 Ankauf von der Junior Galerie, Goslar, aus Mitteln des Landes Berlin (konvexes Objekt) und Geschenk des Künstlers, Krefeld (konkaves Objekt)

Objektbeschreibung

Luthers „Hohlspiegelobjekte“ bestehen jeweils aus 81 identischen, leicht konvex oder konkav gewölbten Spiegeln, die in regelmäßigen Abständen auf schwarzem Hintergrund angebracht sind. Steht man vor einem der Objekte, sieht man sich selbst und den Raum 81-mal. Die Ansichten unterliegen einem ständigen Wandel: Das Spiegelbild erscheint mal weiter links oder weiter rechts, mal nach oben oder nach unten verschoben, je nach Blickwinkel. Im konvexen Spiegel erscheint die Reflexion richtig herum, im konkaven auf dem Kopf. Der gespiegelte Raum wirkt leicht verzerrt – und doch ist jede Reflexion auf ihre Weise so objektiv wie jede andere. Luther hatte sich nach ersten autodidaktischen Versuchen im Zeichnen und mit Aquarell- und Ölmalerei dazu entschlossen, nicht nur seinen Beruf als Richter zugunsten der künstlerischen Tätigkeit aufzugeben, sondern auch mit dem künstlerischen Material zu experimentieren. Sein Schaffen kreist um Licht und Raum als Material, das er mit seinen Objekten einzufangen und sichtbar werden zu lassen versuchte. Mit reduzierten Mitteln schuf er komplexe Wahrnehmungserfahrungen. Die Tatsache, dass Licht Eigenschaften von Teilchen und Wellen aufweist, faszinierte ihn und regte ihn insbesondere zu Experimenten mit Spiegelungen und Beugungen des Lichts an. Es sollte nicht nur andere Objekte beleuchten, sondern für sich erscheinen. Hierbei sind die Spiegel und Gläser, mit denen Luther Licht einfangen und ihm Gestalt geben wollte, um wiederum den Raum zu verändern, mal rund, mal rechteckig, symmetrisch oder asymmetrisch montiert. | Emily Joyce Evans

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Neue Nationalgalerie

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Badende

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Die Statue scheint 1909 für einen mehrfigurigen Brunnen konzipiert worden zu sein, was den Titel „Badende“ erklärt. Um 1910 wurde jedoch nur eine einzelne Bronzefigur hergestellt, die an der Fassade eines 1910/1911 errichteten Miets- und Geschäftshauses in der Hardenbergstraße 1 in Berlin-Charlottenburg ihre Aufstellung fand. Der Eigentümer dieses „Haus am Knie“ genannten Gebäudes und damit auch der Figur war der Architekt und Immobilienunternehmer Arthur Vogdt. Die Fassade hatte der junge Bruno Taut entworfen. Die Statue stand auf einem hohen Sockel am Eingang des Hauses; ihre auffallende Drehung war auf diesen Standort abgestimmt. Wegen eines Schreibens des Bildhauers Richard Scheibe wurde die Figur früher auf 1904/1905 datiert; das trifft jedoch genauso wenig zu wie die Datierung um 1906 (Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914, Ausst.-Kat. Skulpturengalerie der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1990, Nr. 124). Die Angabe „um 1910“ dagegen entspricht der Bauzeit des Hauses. Damals schuf Kolbe auch eine große Frauenstatue nach dem Modell der späteren Bildhauerin Renée Sintenis (Georg Kolbe, 1877–1947, Ausst.-Kat. Georg Kolbe Museum, Berlin, 1997, Abb. S. 27). Wegen der Proportionen, der aufgerichteten Haltung und des herben Gesichts dürfte die „Badende“ nach demselben Modell entstanden sein. Im Zweiten Weltkrieg wurde das „Haus am Knie“ zerstört. Die Statue gelangte in den Besitz von Kurt Reutti, der zahlreiche Kunstwerke aus Berliner Kriegsruinen rettete. 1957 war die Bronze eine der ersten Erwerbungen für die Nationalgalerie (West). | Ursel Berger

Mädchen aus Xanten

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